Zukünftige Milchproduktion: Wie finde ich meine Strategie?

In der Milchproduktion zeichnen sich für die kommenden Jahre durch die GAP-Reform, das Ende der Milchquotenregelung oder die neue Pauschalierungsverordnung erhebliche Veränderungen ab. Überlegungen über die künftige Betriebsorganisation sollen helfen, auch unter geändertem Rahmen erfolgreich Milch zu produzieren.
Egal welcher Weg eingeschlagen wird: Wichtig ist, dass rechtzeitig überlegt und gehandelt wird.
Egal welcher Weg eingeschlagen wird: Wichtig ist, dass rechtzeitig überlegt und gehandelt wird.
Wenn wir davon ausgehen, dass sich wirtschaftliche und globale Rahmenbedingungen, Konsumgewohnheiten, Einstellungen und Werte in der Gesellschaft etc. ändern, dann sind bäuerliche Familien gezwungen, ihre Situation und Wirtschaftsweise zu überdenken. Bislang gelebte Familien- und Betriebskonzepte vermögen unter Umständen den Anforderungen der Zeit nicht zu genügen. Egal welcher Weg eingeschlagen wird: Wichtig ist, dass rechtzeitig überlegt und gehandelt wird. Denn wenn sich das Umfeld anders oder schneller entwickelt als das bäuerliche Unternehmen, entsteht eine Differenz, die als strategische Lücke benannt ist. Beispiele dafür in der Milchproduktion wären steigende Lebenshaltungs bzw. Fixkosten, veraltete Arbeitsabläufe oder keine getrennten Wohnbereiche für Jung und Alt. Bei solchen Entwicklungen ist absehbar, dass die Rentabilität unter Druck kommt und ein Einstieg von jungen Familien in die Landwirtschaft Landwirtschaft unattraktiv wird. Daher ist es geboten, über Änderungen nachzudenken und diese rechtzeitig einzuleiten. Denn wer sich zu lange Zeit lässt, handelt unter größerem Druck, also Problem-getrieben.

Knappe Produktionsfaktoren
Wesentlich für die Ausgangssituation eines Betriebs ist die Frage, welche Produktionsfaktoren knapp sind und somit bestmöglich verwertet werden sollen. Ist beispielsweise die Arbeit auf dem Betrieb knapp, müssen Produktionssysteme in die Überlegungen einbezogen werden, welche den Faktor Arbeit bestmöglich verwerten. Für einen Betrieb in der Gunstlage (hohe Pachtpreise) mit 40 Milchkühen und 25 ha Fläche ist hingegen der Boden knapp. Hier gilt es, die Flächen bestmöglich zu verwerten: Wie, das ist eine strategische Aufgabe!

Den gesamten Beitrag finden Sie in der Ausgabe 9/2013 unserer Fachzeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.

Autor: Von Dr. Leopold KIRNER, Bundesanstalt für Agrarwirtschaft Wien

Weiters in dieser Ausgabe:
- Zitzengummi auf die Zitzen abstimmen
- Gute Herdenfruchtbarkeit beginnt in der Transitphase
- Rund ums Rind
- ÖAG Sonderbeilage: Kraftfutter Be- und Verarbeitung für Rinder Teil 1
- Herbstzeitlose erkennen und in Schach halten



Aktualisiert am: 22.04.2013 13:25
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