Zuckermarktreform

AGRANA beabsichtigt auch nach Reform der EU-Zuckermarktordung das Produktionsvolumen zu halten.
Die Agrarminister der Europäischen Union haben eine Einigung zur Reform der Zuckermarktordung erzielt, wonach die Rübenpreise stufenweise über vier Jahre um 39,4 Prozent statt 42,6 Prozent gesenkt werden. Der Zuckerreferenzpreis bleibt in den Jahren 2006|07 und 2007|08 unverändert bei 631,9 EUR pro Tonne und sinkt in den beiden Folgejahren um 36 Prozent.

AGRANA – im Geschäftsfeld Zucker führender Produzent in Zentraleuropa – hat die Absicht, das bisherige Produktionsvolumen auch unter den neuen Rahmenbedingungen aufrecht zu erhalten.

Ein Ventil für die WTO-bedingt nicht mehr zulässigen C-Zucker Exporte wird ab Oktober 2007 die neue AGRANA-Bioethanolanlage in Pischelsdorf sein, in der neben dem Hauptrohstoff Weizen auch Zuckerrüben-Dicksaft verarbeitet werden kann.

Andererseits bietet die neue Zuckermarktordnung für AGRANA auch zusätzliche Möglichkeiten. Die Aufstockung der europäischen Isoglukosequote ermöglicht der ungarischen Tochtergesellschaft Hungrana eine Mehrproduktion von rund 80.000 Tonnen. AGRANA wird überdies im Rahmen der künftigen Zuckermarktordnung ab 2009 auch die dann gegebenen Rohzuckerraffinationsmöglichkeiten zusätzlich zur Rübenzuckerproduktion ins Auge fassen.

Wesentliche Voraussetzung für die Nachhaltigkeit der europäischen Rübenzuckerproduktion ist nach der Reform der Zuckermarktordung die Absicherung des Außenhandelsschutzes im Rahmen der WTO-Runde durch die Beibehaltung der Schutzklausel sowie allenfalls die Gewährung des Status eines sensiblen Produktes für Zucker.

Mehr Infos unter: www.agrana.com


Aktualisiert am: 12.12.2005 18:42
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