Zuchtvieh- Angebot 2009 größer als Nachfrage

Im vergangenen Jahr wurden auf den österreichischen Zuchtrinderversteigerungen mehr Tiere aufgetrieben, als das Jahr zuvor. Die Nachfrage stieg jedoch nicht so stark an, was einen Preisverfall, vor allem bei den Kühen und Kalbinnen, nach sich zog.
2009 wurden auf den heimischen Zuchtviehversteigerungen weit mehr Tiere angeboten, als nachgefragt.
2009 wurden auf den heimischen Zuchtviehversteigerungen weit mehr Tiere angeboten, als nachgefragt.
Auf insgesamt 144 Zuchtrinderversteigerungen in Österreich wurden im Jahr 2009 gut 32.200 Tiere zum Verkauf angeboten. „Dies entspricht einem Mehrauftrieb von 5,5 %. Trotz des höheren Angebots konnten die Verkaufszahlen aber nur etwas mehr als ein Prozent zulegen“, erklärte Lukas Kalcher, der Sprecher der Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) mit. 90,4% oder 29.113 aller Rinder wurden auch tatsächlich vermittelt. Im Jahr davor betrug die Vermittlungsquote noch 94,3%. Das höhere Angebot auf den Märkten drücke laut Kalcher auch auf den Preis: „Im Vorjahr verringerte sich der Durchschnittspreis über alle Kategorien hinweg um 13%,“ so der ZAR-Sprecher.

Kühe und Kalbinnen stärkster Verfall
Den stärksten Preisverfall gab es laut ZAR-Angaben bei den Kalbinnen. Diese wurden im Schnitt um 1.508 Euro angeboten. Das war gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 14%. Die Preise bei den Jungkühen gaben um 12,7% oder 138 Euro nach, Kühe verloren 10,6% an Verkaufswert. Etwa 9.500 Rinder oder jedes dritte verkaufte Tiere ging direkt in den Export. Der Gesamterlös an den österreichischen Zuchtviehauktionen betrug 36,2 Mio. Euro; das waren 5 Mio. Euro oder 12% weniger als im Vorjahr. (AgE)

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Aktualisiert am: 27.02.2010 16:18
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