Zuchtsauen: Remontierungsrate und Gründe für Sauenabgänge in deutschen Spitzenbetrieben

Nur bei regelmäßiger Remontierung können Zucht- und Ferkelerzeugerbetriebe vom Zuchtfortschritt profitieren. Hauptgrund für Abgänge aus der Herde sind Leistungsrückgang, Fundamentschäden, Probleme im geburtsnahen Zeitraum und Fruchtbarkeitsstörungen, weist eine Auswertung der DLG aus.
In den deutschen Spitzenbetrieben betrug im Wirtschaftsjahr 2007/2008 die mittlere Remontierungsrate 42 %. Bei den Abgangsursachen steht derzeit die Fruchtbarkeit mit 25 % an oberster Stelle, gefolgt vom Alter (22 %), Fundamentproblemen (14 %) und der zu niedrigen Leistung mit 10 %. Unter der Rubrik „Sonstige“ sind 15 % der Abgänge verzeichnet. In Deutschland lag der Anteil verendeter Sauen nach DLG-Angaben bei 4,3 %. Liegt die Rückenspeckdicke bei 12 mm oder weniger, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Sau plötzlich verendet, rapide an.



Bei dreiwöchiger Säugezeit scheiden mehr Sauen aus

Bei Vergleich der Säugezeiten zeigt sich, dass die Remontierungsrate in Betrieben mit vierwöchiger Säugezeit 5 bis 10 % geringer ist als bei dreiwöchiger Säugezeit. Bei sehr kurzen Säugezeiten steigt die Ausfallquote deutlich an.

Jungsauen: Abgang nach erstem Wurf darf nicht höher als 10 % sein

Gut beraten ist, wenn möglichst wenige Jungsauen nach dem ersten Wurf ausscheiden – es sollten auf keinen Fall mehr als 10 % der Jungsauen nach dem ersten Wurf ausfallen. Die jährliche Remontierungsrate für die komplette Herde sollte bei 40 % liegen. Damit werden überproportional hohe unfreiwillige Sauenabgänge vermieden.



In Dänemark verenden 15 % der Zuchtsauen

In Dänemark lag laut Jahresbericht der DLG der Anteil euthanasierter und verendeter Sauen im Jahr 2000 bei 11 %, stieg seither fortlaufend und hat nun 15 % erreicht. „Die 25 Besten“ lagen bei einer durchschnittlichen Sauenmortalität von jährlich 10 %.“ Nun soll der Anteil gesenkt werden.


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Aktualisiert am: 19.02.2009 13:47
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