Zuchtsauen: Bedarfsgerechte Fütterung bringt mehr Ferkel!

Um in der Ferkelproduktion nachhaltig Betriebsleistungen von mindestens 20 bis 22 verkauften Ferkeln pro Zuchtsau und Jahr zu erreichen ist eine leistungsangepasste Zuchtsauenfütterung unumgänglich.
Um die Ferkel ausreichend säugen zu können, muss die Ernährung der Sau optimal sein.
Um die Ferkel ausreichend säugen zu können, muss die Ernährung der Sau optimal sein.
Tragende Sauen müssen energie-, eiweiß- und mineralstoffärmer gefüttert werden als säugende Sauen. In der Tragezeit ist auf eine ausreichende Rohfaserversorgung zu achten.
Tragende Sauen sollen täglich mindestens 150 – 200 g Rohfaser aufnehmen. In der Praxis werden entweder Alleinfutterrationen gefüttert oder Rohfaser in Form von zB Heu, Stroh oder Rübenschnitte beigefüttert. Wird in der Tragezeit nicht auf eine optimale Rohfaserversorgung (mechanische Sättigung) geachtet, leidet die Futteraufnahme in der Säugezeit. Dies führt zu schlechten Säugeleistungen und damit zu schlechten Aufzuchtergebnissen. Bereits in der Jungsauenaufzucht wird der Grundstein für das spätere Fressvermögen von säugenden Sauen gelegt!


Ferkelfütterung: Beobachtung und Genauigkeit lohnen sich

Ferkel zeigen in den ersten Lebenswochen eine enorme Gewichtsentwicklung und müssen sich dabei von Muttermilch auf feste Futterkomponenten umstellen. Deshalb muss in der Aufzucht leistungsangepasstes Futter mit hygienisch einwandfreier Qualität (Lebensmittelqualität) angeboten werden.

Tipps zur Ferkelfütterung:
 Einfache Futterkonzepte vorziehen
 Runde Rationen – fließende Übergänge, so wenig Futterumstellungen wie möglich
 Rohfaser und Diätetik nicht vernachlässigen
 Sonderfutter sind meist nicht notwendig und sehr teuer
 Ferkelfutter mit wenig Säurebindung und entsprechender Strukturwirkung bevorzugen
 Mineralfutterqualität ist entscheidend
 Säurezusätze, speziell in der Absetzphase, sind notwendig
 Futterhygiene ist entscheidend
 Die Verdauungsenzyme der Ferkel müssen trainiert werden (durchgängige Futterkomponenten wählen)
 Futterqualität ständig überprüfen (Ferkel brauchen Lebensmittelqualität)


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Aktualisiert am: 08.05.2003 13:44
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