Zuchtsauen – MMA: Verluste von Ferkel verhindern

Zumeist wird die Körpertemperatur der Sauen als ein wichtiges Symptom zur Diagnose des MMA – Komplexes herangezogen. Aber welche Temperatur ist vor und nach der Geburt „normal“ und ab wann sollte tatsächlich behandeln werden?
Diese Frage sollen jetzt Untersuchungen, die am Institut für Tierzucht und Tierhaltung der Universität Kiel durchgeführt wurden, klären. Im Rahmen der Untersuchung wurde bei Sauen die Körpertemperatur sowohl über einen im linken Halsbereich implantierten Temperaturtransponder als auch klassisch per Thermometer gemessen.



Kritische Temperatur bei 39,5° C

Ein leichter Temperaturrückgang ist 24 Stunden nach der Geburt zu verzeichnen, die Temperatur bleibt jedoch nahezu eine Woche lang auf einem hohen Niveau von ca. 39°C. Dies ist mit großer Wahrscheinlichkeit auf die gesteigerte Stoffwechselaktivität nach Beginn der Milchproduktion zurückzuführen. Diese „normale“ (physiologische) Temperaturerhöhung ist bereits aus der Fachliteratur bekannt und scheint vor allem bei Jungsauen in noch höherem Maße vorzukommen.

Weitere Anzeichen einer MMA-Erkrankung

Zudem müssen noch weitere Kriterien wie Anzeichen einer Mastitis (Rötung, Schwellung, Wärme) und das veränderte Verhalten der Ferkel für eine MMA – Diagnose herangezogen werden. Das typische Bild von unterversorgten Ferkeln kennt jeder Sauenhalter. Zunächst laufen die hungrigen und durstigen Ferkel aufgeregt um die Sau herum und versuchen an das Gesäuge zu gelangen. Da das Gesäuge häufig schmerzhaft ist, liegen die Sauen auf dem Gesäuge, so dass die Ferkel nicht herankommen können.

Weitere Hinweise und Tipps lesen Sie unter aktueller MMA-Tipp


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Aktualisiert am: 13.11.2008 11:21
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