Zuchtrinderversteigerung in Ried durch extremes Wetter beeinflusst

Der Winter zeigte am 17. Februar 2009 seine Krallen. Durch die extrem schlechten Fahrbedingungen wurden viele angemeldete Tiere nicht zur Versteigerung gebracht. Das Angebot war vor allem bei den weiblichen Zuchtrindern wegen der Witterung viel kleiner als zuletzt. Trotzdem konnten teils erstaunlich hohe Preise verzeichnet werden.
Einige Tiere gingen in den Export.
Einige Tiere gingen in den Export.
Nichts desto trotz war die Versteigerung sehr gut besucht. Bedingt durch die Semesterferien waren viele Eltern mit Kindern in Ried. Die angebotenen Zuchtstiere waren von deutlich überdurchschnittlicher Qualität.

Spitzenpreis bei den Zuchtstieren
Es konnten fast alle Zuchtstiere verkauft werden. Einen in Österreich noch nie da gewesenen Spitzenpreis von über € 20.000,-- erzielte der Betrieb Sigl für einen Manitoba-Sohn aus der international bekannten Spitzenkuh Toskana. Der Stier wurde von der OÖ Besamungsstation GmbH gemeinsam mit ihren Partnern angekauft. Weiters gingen in den Prüfeinsatz zwei Stiere, welche vom Betrieb Faschang aufgezogen worden. Einerseits ein Hochkogl-Sohn aus einer Dauerleistungskuh aus Niederbayern und andererseits ein Romtell-Sohn aus der Bundeseutersiegerin Eva, gezüchtet vom Betrieb Eibelhuber, Taufkirchen.

Großes Interesse bei trächtigen Kalbinnen
Bei den Erstlingskühen war ein sehr qualitätsbewusstes Kaufverhalten feststellbar. Die Preisunterschiede waren deshalb größer als zuletzt. Der Durchschnittspreis vom Jänner konnte bei weitem nicht erreicht werden. Ausnahmsweise wurden bereits im Vorfeld etliche Kühe für den Export nach Spanien durch die Genetic Austria angekauft. Den Höchstpreis erzielte eine Remus-Tochter vom Betrieb Floß, Andorf.
Überraschend groß war das Interesse an den trächtigen Kalbinnen auch von den heimischen Bauern. Der Durchschnittspreis verbesserte sich deutlich auf ca. € 1.720,-- netto. Die anwesenden Firmen waren nicht bereit, noch höhere Preise für Kalbinnen auszulegen und konnten deshalb ihren Bedarf nicht decken. Den Höchstpreis erzielte eine Herbert-Tochter vom Betrieb Zaunrith, Frankenburg.
Auch bei den weiblichen Zuchtkälbern war witterungsbedingt das Angebot kleiner als zuletzt. Der Durchschnittspreis von € 510,-- netto entsprach bei manchen Käufern nicht ganz den Erwartungen. Bis auf einzelne Kälber konnten aber alle verkauft werden.

Es ist zu hoffen, dass bei der nächsten Versteigerung sich das Angebot wieder normalisiert und somit die Firmen auch wieder gewonnen werden können.

Die nächsten Termine finden Sie unter: www.fih.at


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Aktualisiert am: 20.02.2009 15:37

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