Zuchtrindermarkt in Regau- Erneut steigende Kälberpreise

Das Angebot an Zuchttieren war deutlich geringer, die Preise jedoch sehr qualitätsbezogen und bei den Kälbern konnte eine abermalige Preissteigerung, beim Rindermarkt in Regau am 29. Juni, erreicht werden.
Bei der Zuchtrinderversteigerung in Regau konnten wieder höhere Preise bei den Kälber erzielt werden.
Bei der Zuchtrinderversteigerung in Regau konnten wieder höhere Preise bei den Kälber erzielt werden.
Da mehr als ein Drittel der gemeldeten Zuchtrinder ausgeblieben sind, war das Angebot mit 30 Tieren deutlich kleiner als zuletzt. Die Preisbildung erfolgte sehr qualitätsbezogen. Obwohl der Versteigerungsverlauf eher zäh war, konnten für genetisch interessante Tiere diesmal wiederum Spitzenpreise erzielt werden. Leider konnte das Angebot mit den überdurchschnittlichen Qualitäten der letzten Märkte nicht mithalten. Um in nächster Zeit ein Marktgleichgewicht zu halten, wird es aber wichtig sein, dass der derzeit stagnierende Ab-Hof Export, besonders bei BTV-8 geimpften Tieren, wieder in Gang kommt.

Kühe
14 Kühe in durchschnittlicher Qualität (22,4 l garantierte Eigenmessung im Schnitt) kosteten im Schnitt € 1.461,43 (+€ 29,96). Zum absoluten Spitzenpreis von € 2.000,- verkaufte der Betrieb Pendl aus Laakirchen eine großrahmige Weinold x Wespe-Jungkuh mit 30 l Einsatzleistung und sehr guter Melkbarkeit.

Kalbinnen
Auch die 16 angebotenen Kalbinnen waren von durchschnittlicher Qualität. Der Durchschnittspreis verschlechterte sich um € 48,01 auf € 1.463,75. Zum Bestpreis von € 1.740,- verkaufte der Betrieb Kemptner aus Ungenach eine Safir-Tochter mit bester Mutterleistung.

Kälber
Bei den Nutzkälbern kam es trotz der guten Preise der letzten Märkte zu einer neuerlichen Preissteigerung. Die einheitlich gute Qualität bewirkte eine ausgeglichene Preisbildung quer durch alle Gewichtsklassen. Für gut mastfähige Stierkälber musste man auch diesmal über € 500,- inkl. USt. bezahlen. 178 Stierkälber verbesserten sich um 4 Cent auf € 4,72 netto, wobei Fleischrassekälber je kg im Schnitt € 4,70 (von 4,00 bis 5,60) und Fleckviehkälber bis 90 kg € 4,81, bis 100 kg € 4,91 und bis 120 kg immerhin noch € 4,63 kosteten. Über 35 % der verkauften Stierkälber wurden von den Firmen Wiesinger und Österreichische Rinderbörse erworben. Größere Partien erwarben auch Mäster aus der näheren Umgebung und einige Käufer aus Niederösterreich.
Die 21 weiblichen Nutzkälber erlösten im Schnitt € 3,56 netto (+€ 0,36). Besonders gefragt waren die 4 Fleischrassekreuzungen, die im Schnitt € 3,66 netto erlösten. Man spürt derzeit die vermehrte Nachfrage nach Nutzkälbern zur Vollmilchkalb-Mast aufgrund der besseren Verwertung der Überschussmilch. Mit 21 angebotenen Zuchtkälbern gab es für einen Zuchtrindermarkt ein eher kleines Angebot. Die angebotene Qualität war teilweise sehr gut, sodass sich der Durchschnittspreis auf € 4,98 netto (+ € 0,68) verbesserte. Knapp € 700,- brutto erlöste die Züchterfamilie Hittenberger aus Gampern für ein formschönes Rotax-Kalb aus einer Romel-Jungkuh.


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Aktualisiert am: 07.07.2009 07:43

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