Zuchtrinderexporte konnten 2008 um 3,8% gesteigert werden

Die österreichischen Zuchtrinderexporte konnten im Jahr 2008 wiederum gesteigert werden. Bundesweit wurden auf 146 Versteigerungen insgesamt rund 30.500 Tiere aufgetrieben. Über ein Drittel der verkauften Tiere (36%) beziehungsweise 10.500 Zuchttiere waren für den Export bestimmt.
Österreichs Zuchtrinder- ein Exportschlager
Österreichs Zuchtrinder- ein Exportschlager
Zusammen mit den 13.200 Rindern, welche direkt über den Ab Hof-Verkauf exportiert wurden, kommt man auf die stattliche Zahl von 23.738 Zuchttieren. Das entspricht einem Plus von 3,8%, teilt die Rinderzucht Austria mit. Nach den Daten der Milchleistungskontrolle 2008 mit insgesamt 360.000 Herdebuchkühen wurden somit 6,3% der österreichischen Zuchtrinder ins Ausland verbracht.

Zwei Drittel der Ausfuhren gehen in drei Länder
Die österreichische Zuchtrinderproduktion gilt innerhalb der tierischen Veredelungssparte als internationales Aushängeschild. Die wichtigsten Exportländer für heimisches Zuchtvieh waren im Jahr 2008 weiterhin Italien mit einem Marktanteil von 32%, gefolgt von Russland mit 29% und Kroatien mit einem Anteil von 9%. Somit teilten sich diese drei Hauptmärkte über zwei Drittel der gesamten österreichischen Zuchtviehexporte. Rumänien repräsentierte im Jahr 2007 mit einer geringen Nachfrage nur 3,6% der österreichischen Gesamtexporte, avancierte aber 2008 mit dem Bezug von insgesamt 1.920 Zuchttieren aus der Alpenrepublik (8%) zum viertgrößten Exportmarkt. Weitere wichtige Abnehmer waren Serbien (4,4%), Deutschland (4,2%), Algerien (3,2%), Polen und Armenien.

Messebeteiligung im Ausland sehr wichtig
Durch das bundesweite Pflichtimpfprogramm gegen die Blauzungenkrankheit herrscht zurzeit eine äußerst schwierige Marktsituation. Vor allem die Exporte in die Entlastungsmärkte Nordafrikas sind völlig zum Erliegen gekommen. Der Wegfall von 40% des Absatzes wirkt sich zunehmend auf die Preissituation beim Zuchtvieh aus. Für die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) ist es daher ein besonderes Anliegen, die insgesamt 18 österreichischen Rinderzuchtverbände bei der Erhaltung von Auslandsmärkten und der Erschließung neuer Exportmärkte durch die Beteiligung an wichtigen internationalen Landwirtschaftsmessen im Ausland zu unterstützen. Diese Messebeteiligungen - insgesamt etwa 25 Auftritte pro Jahr - sowie die vom Lebensministerium und der Wirtschaftskammer Österreich vor einigen Jahren gestartete Exportoffensive für Agrar- und Ernährungsprodukte tragen wesentlich zur erfolgreichen Vermarktung österreichischer Zuchtrinder im Ausland bei.
Rindererzeugung und Milchproduktion sind in Österreich für 75.200 Bauernhöfe (Dezember-Zählung 2008) die entscheidende Existenzgrundlage. Diese Betriebe halten knapp 2 Mio. Rinder (genau: 1.997.210 Stück). Auf diesen Betriebszweig entfielen 2007 rund 28% des gesamten landwirtschaftlichen Produktionswertes in der Höhe von rund EUR 6,4 Mrd. Davon kamen auf die Rindererzeugung EUR 840 Mio. und auf die Milchproduktion EUR 952 Mio. Erlöse aus dem Zuchtrinderverkauf gewinnen - neben der Milch- und Rindfleischproduktion - zunehmend an Bedeutung, stellt die ZAR fest. (AIZ)

Hier geht’s zur ZAR: www.zar.at


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Aktualisiert am: 19.02.2009 17:09
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