Zucht- und Nutzrinderexporte legen zu

Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres wurden dieses Jahr um 30 % mehr Rinder aus Österreich exportiert. Dennoch machen sich Sorgenfalten breit: Der Rinderbestand geht in Österreich zurück.
Von der Rasse Braunvieh wurden 6 %, von der Rasse Holstein 4,4 % der Herdebuchkühe exportiert.
Von der Rasse Braunvieh wurden 6 %, von der Rasse Holstein 4,4 % der Herdebuchkühe exportiert.
Im ersten Halbjahr 2007 wurden über 10.000 Stück Zucht- und über 21.000 Stück Nutzrinder exportiert. Von den 10.000 Zuchtrindern gingen 27 Prozent nach Italien, 21 Prozent nach Russland und 15 Prozent nach Kroatien.
Weitere wichtige Exportländer waren Algerien (12%), Deutschland (5%), Serbien (5%), Rumänien (4%), Polen und Bulgarien. Gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres bedeutet dies eine Steigerung von ca. 30 Prozent.

Italien ist Exportland Nr. 1
Wie in der ZAR-Statistik weiters angeführt, wurden seit 2002 über 87.000 Zuchtrinder aus Österreich ausgeführt, davon 33.000 Stück nach Italien. Die Exportquote der einzelnen Rassen ist beachtlich. Diese beträgt bei Braunvieh und Fleckvieh jeweils 6 Prozent des Bestandes an Herdebuchkühen, bei Grauvieh fünf Prozent und bei der Rasse Holstein 4,4 Prozent.

Exporte sichern Einkommen
„Dieses erfreuliche Ergebnis“, meint Obmann Anton Wagner, „ist für die RINDERZUCHT AUSTRIA Motivation, im Interesse der Einkommenssicherung für die heimischen Rinderhalter die erfolgreiche Präsenz des heimischen Zuchtviehs, vor allem im Rahmen ausländischer Messeveranstaltungen, erfolgreich fortzusetzen. Die dafür notwendigen Aufwendungen sind eine Investition für die Existenzsicherung vieler Betriebe in den traditionellen Zucht- und Bergbauerngebieten“.

Handlungsbedarf vorhanden
„Die positive Entwicklung des Zucht- und Nutzrinderexportes im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der rückläufige Rinderbestand im Hinblick auf die nachhaltige Bewirtschaftung der Grünland- und Berggebiete sowie der Almen agrarpolitisch Sorgen bereitet und Handlungsbedarf dokumentiert“, ZAR-Obmann Anton Wagner.

Förderungen beibehalten
„Der Rückgang des Rinderbestandes insgesamt, der gemäß Viehzählung vom 1. Juni 2007 erstmals seit mehr als 50 Jahren unter zwei Mio. Stück sank, erfordert die Fortsetzung aller wichtigen Förderungsmaßnahmen für die Tierzucht und die Milchwirtschaft und insbesondere die konsequente Umsetzung des Grünen Paktes bis zum Jahr 2013“, erklärte der ZAR-Obmann.


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Aktualisiert am: 02.10.2007 16:29
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