Zitzenwarzen unbedingt behandeln

Beinahe jeder Landwirt ist mit dem Problem „Warzen“ bei Kühen oder Jungrindern schon einmal konfrontiert worden. Insbesondere Warzen am Euter oder gar an den Zitzen sind zu behandeln, da die Melkarbeit sehr unangenehm werden kann.
Warzen auf den Zitzen sind unbedingt zu behandeln. Es gibt dazu unterschiedliche Möglichkeiten.
Warzen auf den Zitzen sind unbedingt zu behandeln. Es gibt dazu unterschiedliche Möglichkeiten.
Bei den „Zitzenwarzen“ oder Papillomatose, wie es medizinisch korrekt heißt, handelt es sich um eine Viruserkrankung, die von sogenannten Papova-Viren verursacht wird. Je nach Ausprägung der Krankheit wird zwischen einer fungiformen (pilzförmigen) und einer filiformen (fadenförmigen) Papillomatose unterschieden. Während die fadenförmigen Warzen nur im Euter- und Zitzenbereich auftreten können, finden wir die pilzförmigen Warzen auch an anderen Körperstellen. Die pilzförmigen Warzen treten bei Jungrindern zunächst meist am Kopf, Hals, Unterbauch oder am Euter auf. Meist kommt es an der Oberfläche zu Verhornungen, die dann aufbrechen und sich infizieren. Diese Sekundärinfektionen mit Eitererregern sind meist für den extrem unangenehmen Geruch der Warzen verantwortlich. Die fadenförmigen Warzen treten nur am Euter und an den Zitzen auf. Auch hier kommt es zu einer Verhornung und die Warzen können abreißen. Das kann dann ebenfalls zu Blutungen führen. Besonders unangenehm sind Papillome im Bereich der Zitzenspitze, da hier häufig Melkproblemen auftreten können.

Autor: Dr. Walter Peinhopf, Dr. Vet – die Tierärzte, Jöss

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 23 von „Der fortschrittliche Landwirt“

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Aktualisiert am: 21.11.2011 11:06
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