Zirbenaufforstungsprojekt in Kalwang

Die Zirbe wird in den vielfaltleben-Katalog der schützenswerten Arten aufgenommen. Ballenpflanzenproduzent LIECO und die Naturschutzplattform BIOSA widmen sich der Zirbe in Form eines umfangreichen Aufforstungsprojekts in der Obersteiermark.
Die Zirbe wurde in den Katalog der schützenswerten Arten aufgenommen.
Die Zirbe wurde in den Katalog der schützenswerten Arten aufgenommen.
Als Königin der Alpen bietet die Zirbe nicht nur Schutz vor Schnee und Geröll, auch in veredelter Form überzeugt sie durch ihre besonders positive Wirkung auf Herz und Kreislauf, Schlaf und Wohlbefinden. Aus diesem Grund wird die Zirbe nun aufgenommen in den Katalog schützenswerter Arten der Aktion vielfaltleben, der Biodiversitätskampagne des Lebensministeriums gemeinsam mit Naturschutzbund, WWF und Birdlife.

Aufforstungsprojekt mit Zirben
Initiiert von der Naturschutzplattform BIOSA und gespendet von LIECO Ballenpflanzen entsteht daher nun im Forst Kalwang ein umfangreiches Aufforstungsprojekt mit Zirben. „Für die Erhaltung beziehungsweise Verjüngung der Zirbe ist es uns wichtig, dass die "richtige Herkunft" verwendet wird. Dabei wurden die Samen vor Ort geerntet, im Forstgarten vier Jahre angezogen und dort, wo sie ursprünglich herkommt, wieder versetzt“, so Kurt Ramskogler, Geschäftsführer von LIECO Ballenpflanzen. Die besondere Berücksichtigung der Herkunft des Pflanzenmaterials ist eine Spezialität des führenden Ballenpflanzenproduzenten Österreichs, LIECO. Mittels so genannter Lohn- und Auftragsanzucht können Waldbesitzer das Samenmaterial aus dem eigenen Wald bei LIECO anzüchten lassen und in Folge mit standorttauglichen herkunftssicheren Ballenforstpflanzen wieder aufforsten. Für Waldbesitzer besteht so die Möglichkeit, ihre Bestände auch für die nächsten Generationen aus eigenem Saatgut zu sichern. Auch das ist ein wertvoller Beitrag zum Erhalt unserer Biodiversität und zum Naturschutz.

Naturschutz gemeinsam mit Bewirtschaftern
"Naturschutz kann nicht über die Köpfe der Bewirtschafter hinweg passieren, sondern nur gemeinsam mit ihnen", betonte Patricia Hohenberg, Präsidentin der BIOSA, einem Zusammenschluss von Eigentümern land- und forstwirtschaftlicher Flächen, die sich auf privater Basis bereit erklären, eine von ihnen ausgewählte Fläche der Kulturlandschaftsforschung, wissenschaftlichen Projekten und der Entwicklung eines neuen dynamischen Naturschutzgedankens zu widmen.


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Aktualisiert am: 02.10.2009 10:47
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