Zinkmangel bei Mais vermeiden

Mais reagiert wie kaum eine andere Kulturpflanze auf einen Mangel an Haupt- und Spurennährstoffen.
Streifenförmige Aufhellungen deuten auf einen Zinkmangel hin.
Streifenförmige Aufhellungen deuten auf einen Zinkmangel hin.
Zink gilt als das wichtigste Spurenelement für Mais. Besonders im Frühsommer in Jahren mit längerer Trockenheit wird Zinkmangel auf vielen Standorten sichtbar. Typisch dafür sind Flächen, die hohe pH-Werte besitzen, oder für den Standort zu schnell und zu stark aufgekalkt wurden.

So zeigt sich Zinkmangel
Bei Zinkmangel zeigen sich in mittleren Blattetagen streifenförmige Aufhellungen links und rechts der Mittelrippe und in der unteren Hälfte des Blattes, die Blattspitzen bleiben immer einheitlich grün. Ein weiteres Merkmal des Zinkmangels ist der gestauchte Wuchs der Pflanzen mit geringen Abständen zwischen den Blattetagen. In der kurzen Hauptwachstumsphase muss ausreichend Zink für die Bildung von Wuchsstoffen zur Zellteilung verfügbar sein.

Effektive Versorgung durch Blattapplikation
Da nur extremer Zinkmangel die Pflanzenzellen irreversibel schädigt, genügt es, selbst bei schon deutlich sichtbaren Symptomen, Mais durch eine Blattapplikation schnell und effektiv mit Zink zu versorgen. Zu verwenden sind Blattdünger, die Zink in rein wasserlöslicher Form enthalten. Da zur Blattdüngung ausreichend Blattmasse vorhanden sein muss, ist bei vorbeugender Behandlung das Vier-, besser Sechsblattstadium abzuwarten. Eine Unterfußdüngung mit Zusatz von leicht löslichem Zink ist jederzeit möglich.


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Aktualisiert am: 27.05.2010 10:46
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