Ziel ist ein heller Stall!

Licht wirkt sich positiv auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistung von landwirtschaftlichen Nutztieren aus und erhöht die Arbeitssicherheit im Stall. Mit richtigem Stallbau und Management geht auch Ihrer Herde ein Licht auf.
Offenfrontställe sind hinsichtlich ihrer Versorgung mit natürlichem Tageslicht als optimal anzusehen.
Offenfrontställe sind hinsichtlich ihrer Versorgung mit natürlichem Tageslicht als optimal anzusehen.
Genügend Licht im Stall ist eine Grundvoraussetzung für einen reibungslosen und sicheren Arbeitsablauf und ist unabdingbar für die Kontrolle und Versorgung der Tiere.

Außerdem ist Licht für das Tier ein Zeitgeber zur Steuerung seines Verhaltens. Durch den Tag-Nacht-Rhythmus werden die Aktivitäts- und Ruhephasen und durch die Veränderung der Tageslichtlänge in jahreszeitlichen Rhythmen das Brunstgeschehen gesteuert.

Sonnenlicht und UV-Strahlung entfalten ihre Wirkung über die Haut der Tiere und fördern die Vitamin-D3-Synthese. Das „antirachitische“ Vitamin D3 greift in den Kalzium- und Phosphor-Stoffwechsel ein und beeinflusst dadurch zB die Knochenentwicklung von Jungrindern positiv. Durch Licht kommt es auch zur Anregung des Stoffwechsels und des Kreislaufes und zu einer Verbesserung der Fruchtbarkeit. UV-Licht hemmt das Bakterienwachstum und wirkt gegen Parasiten in verschiedenen Entwicklungsstadien.

Die natürliche spektrale Zusammensetzung des Sonnelichts unterscheidet sich wesentlich von der Zusammensetzung der Kunstlichtquellen. Die Sonne ist durch Stallbeleuchtung nicht zu ersetzen.

Licht im Überblick
Ø Licht hat positive Auswirkungen auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistung der Tiere
Ø Natürliches Tageslicht nützen – deshalb Stall auf! (Fenster und andere offen oder transparente Flächen, Lichtfirste, Offenfrontställe)
Ø Helle Wände, Decken und Böden und Sauberkeit im Stall
Ø Helligkeit im Stall mit einem Luxmeter prüfen
Ø Gesetzliche Mindestanforderung (für Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Pferde):
o im Tierbereich über mindestens 8 Stunden pro Tag mindestens 40 Lux
o mindestens 3 % Fensterfläche (wenn kein ständiger Zugang ins Freie gegeben)
Ø Künstliche Beleuchtung als Ergänzung zum natürlichen Licht
Ø Ausreichende Beleuchtung für sichere Arbeit und für die Tierkontrolle
Ø Zusätzlich zu einem hellen Stall regelmäßiger Zugang ins Freie (Auslauf, Weide)

Autorin: Dr. Elfriede OFNER, HBLFA Raumberg-Gumpenstein


Aktualisiert am: 08.09.2006 15:08

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