Zapfwellen-Universalgeneratoren im „Landwirt“-Test

„Der fortschrittliche Landwirt“ hat gemeinsam mit der FJ-BLT Wieselburg, der SVB und der NÖ.LLWK sechs Zapfwellen-Universalgeneratoren einem umfangreichen Leistungstest unterzogen sowie auf deren Praxistauglichkeit geprüft.
Sechs Firmen stellten sich dem Vergleichstest.
Sechs Firmen stellten sich dem Vergleichstest.
Aufgrund dessen, dass die Versorgungsausfälle der Betriebe z.B. durch Naturereignisse, plötzliche Netzüberlastungen oder wartungsbedingte Abschaltungen immer häufiger werden, steigt das Interesse an Notstromversorgungseinrichtungen. In der Landwirtschaft ist am häufigsten der Zapfwellen-Universalgenerator, der für den „Haus- und den Feldbetrieb“ geeignet ist, anzutreffen. Auf dem Markt befinden sich Geräte mit den verschiedensten Ausstattungen und unterschiedlichsten Standards. Für den Landwirt ist es fast unmöglich sich einen klaren Überblick über diese Vielfalt der angebotenen Generatoren zu verschaffen. Deshalb haben wir „Der fortschrittlichen Landwirt“ eine Untersuchung über Zapfwellen-Universalgeneratoren im Leistungsbereich um 30 kVA vorgeschlagen, die etwas Licht in diese Vielfalt bringen sollte. Am Gelingen dieser Untersuchung waren das Francisco Josephinum (FJ-BLT) – Wieselburg, die Sozialversicherungsanstalt der Bauern und die Landwirtschaftskammer Niederösterreich beteiligt.

Im ersten Teil (Ausgabe 18/2007) wurden allgemeine Fragen, die beim Kauf eines Notstromaggregates und bei der Errichtung einer Notstromeinspeisung in einen Betrieb zu berücksichtigen sind, behandelt. Der zweite Teil bezieht sich auf die Ergebnisse dieser Vergleichsuntersuchungen, die mit sechs verschiedenen Zapfwellen-Universalgeneratoren durchgeführt wurden. 14 verschiedene Firmen von Zapfwellen-Universalgeneratoren wurden eingeladen zu diesem Vergleichstest eingeladen, sechs Firmen waren schließlich bereit daran teilzunehmen. Diese sechs Universalgeneratoren hatten bereits die moderne Sicherheitskonzeption, wie z.B. Isolationsüberwachungseinrichtung, Betriebsartenwahlschalter/Schaltung, Haussteckdose am Generator. Sämtliche Untersuchungen wurden an der FJ-BLT Wieselburg durchgeführt. Hochspannungsprüfungen und Schutzartprüfungen wurden nicht durchgeführt.

Verbesserungen in Aussicht
Der Hauptanwendungsbereich dieser Universal-Generatoren ist die Notstromversorgung bei Netzausfall. Keinesfalls darf diese Versorgung als kostengünstiger Ersatz der Allgemeinversorgung gesehen werden. Diese Energiekosten sind um etwa das 2,5-fache höher und gewähren nicht die Netzqualität der Allgemeinversorgung.
Das Ziel der Untersuchung war, durch die Erhebung des Ist-Zustandes und den entsprechenden Testauswertungen, dem Landwirt die Auswahl eines Zapfwellen-Universalgenerators zu erleichtern. Abschließend ist zu bemerken, dass sich von den 14 eingeladenen Firmen, diese 6 Firmen unvoreingenommen dem Test gestellt haben. Die Hersteller erhielten dadurch die Möglichkeit, ihre Produkte weiter zu verbessern. Durch die positive Einstellung der Firmen zu diesem Vergleichstest kann angenommen werden, dass in Zukunft weitere Qualitätsverbesserungen an diesen Zapfwellen-Universalgeneratoren durchgeführt werden.

Autoren: Dipl.-HLFL-Ing. Manfred NADLINGER und Ing. Erich ARTMÜLLER (FJ-BLT-Wieselburg), Ing. Franz BRANDL und Ing. Wilhelm SCHAGERL (SVB), Ing. Walter HORZYNEK (BW Mold) und Ing. Johannes PAAR


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Aktualisiert am: 26.09.2007 14:58
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