Zahnpflege: Kraftvoll zubeißen mit gesunden Zähnen!

Zähneputzen allein schützt nicht automatisch vor Karies. Die richtige Putztechnik ist ebenso wichtig wie der Verzicht auf allzu viel Süßes und der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt.

Man sollte die Zähne mindestens zweimal täglich gründlich putzen.
Man sollte die Zähne mindestens zweimal täglich gründlich putzen.
Karies und Zahnfleischentzündungen sind ständige, mitunter recht schmerzhafte Lebensbegleiter von Herr und Frau Österreicher. Fast 90 % aller Erwachsenen haben Probleme mit ihren Zähnen oder ihrem Zahnfleisch. Trotz dieses hohen Prozentsatzes ist ein früher oder später eintretender Zahnverlust kein unabwendbares Schicksal. Gesunde Ernährung, bestmögliche Pflege, regelmäßige Zahnarztbesuche und die Unterstützung mit Fluoriden können unsere Zähne auf Dauer gesund und gepflegt erhalten.

Mundhygiene: Gewusst wie!
Eine gute Mundhygiene beginnt beim richtigen Zähneputzen. Zahnbürsten mit Naturborsten sollte man dafür nicht verwenden, da sie unhygienisch sind. Experten empfehlen Bürsten mit nicht zu harten, abgerundeten Nylonborsten und einem kleinen Bürstenkopf. Sobald die erste Borste wegsteht, sollte die Zahnbürste ausgetauscht werden. Eine „Rutschbremse“ an Griff sorgt dafür, dass die Bürste gut in der Hand liegt. Elektrische Zahnbürsten bringen nicht automatisch bessere Putzergebnisse, können aber für Kinder und ältere Menschen mit freistehenden Zahnhälsen sinnvoll sein.
Beim Putzen selbst sollte man unbedingt darauf achten, auch wirklich alle Zähne zu erwischen. Man beginnt am besten am rückwärtigsten Zahn und putzt dann mit dem ganzen Bürstenkopf kontinuierlich entlang des Zahnbogens. Auch die Kauflächen müssen sorgfältig gereinigt werden. Um keinen Zahn zu vergessen, sollte man sich eine bestimmte, immer gleichbleibende Reihenfolge angewöhnen.
Der Bürstenkopf sollte kleine, vibrierende Bewegungen ausführen. So können auch die Zahnzwischenräume und die Ränder des Zahnfleischs gesäubert werden, was bei heftigem „Hin- und Herschrubben“ nicht möglich ist.

Vorsicht vor Putzschäden!
Zu heftiges Putzen, zu harte Zahnbürsten und zu stark scheuernde Zahnpasten (z.B. Spezialpasten für Raucher) können zu Putzschäden führen. Solche Schäden können auch entstehen, wenn man sich häufig unmittelbar nach dem Genuss säurehaltiger Nahrungsmittel (Obst, Gemüse, Fruchtsäfte, Salate usw.) die Zähne putzt. Der durch die Säuren „aufgeweichte“ Zahnschmelz ist frühestens nach einer halben Stunde wieder hart genug, um das Zähneputzen unbeschadet zu überstehen.
Man sollte die Zähne mindestens zweimal täglich gründlich (rund drei Minuten lang) mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta putzen. Zu Mittag kann ein zuckerfreier Kaugummi das Zähneputzen ersetzen.

Zähneputzen allein ist zu wenig
Auch sehr sorgfältiges Zähneputzen reicht noch nicht aus, um einer Plaquebildung wirkungsvoll vorzubeugen. Mit der Zahnbürste lassen sich besonders die Zahnzwischenräume nicht vollständig reinigen. Mit Zahnseide, Mundduschen oder ganz kleinen Interdentalbürstchen kann man auch in diesen Problemzonen Karies wirkungsvoll verhindern. Welches Mittel am geeignetsten ist, bespricht man am besten mit seinem Zahnarzt. Den richtigen Gebrauch der Zahnseide sollte man sich auf jeden Fall von einem Arzt zeigen lassen, da eine falsche Anwendung Zahnschäden verursachen kann.

Autorin: Dr. Regina SAILER, Salzburg


Aktualisiert am: 08.08.2008 12:12
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