ZAR zieht positive Jahresbilanz 2012

Die Österreichische Rinderzucht ist mit dem Jahr 2012 zufrieden. Mehr Kühe denn je sind von der Milchleistungskontrolle erfasst. Für die ZAR ist dies die Grundlage für züchterische Arbeit.
2012 waren in Österreich erstmals mehr als 400.000 Kühe von der Milchleistungskontrolle erfasst.
2012 waren in Österreich erstmals mehr als 400.000 Kühe von der Milchleistungskontrolle erfasst.
"Die österreichische Rinderwirtschaft im Allgemeinen und die Züchter im Besonderen können mit dem Jahr 2012 zufrieden sein. Die ZAR hat mit Erfolg ihr Arbeitsprogramm im Einvernehmen mit dem Lebensministerium und den Landwirtschaftskammern umgesetzt ", zieht Obmann Anton Wagner eine positive Bilanz nach dem Arbeitsjahr 2012. Als Beispiele nennt er die effiziente Betreuung der rund 25.000 Mitglieder, die reibungslose Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Zuchtwertschätzung, die Interessenvertretung sowie das offensive Marketing im In- und Ausland. Immerhin wurden im ersten Halbjahr 20.350 Zuchtrinder exportiert, was neuerlich ein Rekordergebnis für das Gesamtjahr 2012 erwarten lässt. Besonders stolz ist der ZAR-Obmann darauf, dass heuer erstmals mehr als 400.000 Kühe von der Milchleistungskontrolle erfasst und damit mehr als drei Viertel des gesamten Milchkuhbestandes in Österreich als Grundlage für die züchterische Arbeit ausgewertet wurden.

Internationaler Wettbewerb
Die ZAR erwartet für das Jahr 2013 entscheidende Weichenstellungen für die Zukunft der Rinderwirtschaft, wenn es darum geht, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit mit entsprechenden Rahmenbedingungen in der EU-Agrarpolitik abzusichern. "Der Strukturwandel bereitet erhebliche Sorgen, zumal die Zahl der Rinderhalter in den vergangenen 15 Jahren um fast 38% auf 72.000 zurückgegangen ist und auch der Milchviehbestand um mehr als 23% auf 540.000 Tiere abgenommen hat. Es gilt daher, den Produktionsstandort Österreich abzusichern und vor allem die erforderlichen Budgetmittel für ein erfolgreiches ländliches Entwicklungsprogramm 2014 bis 2020 sicherzustellen ", unterstreicht der Obmann der Rinderzucht Austria.

Zuchtprogramme weiterentwickeln
ZAR-Geschäftsführer Franz Sturmlechner verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Erwirtschaftung entsprechender Einkommen für die Zuchtbetriebe auch eine nachhaltige Weiterentwicklung der Zuchtprogramme erfordert. Die ZAR wird deshalb die Forschungstätigkeit intensivieren und das Gesundheitsmonitoring Rind sowie die Strategie für die Tiergesundheit 2013 weiter forcieren. Der Qualitätssicherung komme hier ein zentraler Stellenwert zu. Die verstärkte Vernetzung aller Partner entlang der Wertschöpfungskette Milch sei unerlässlich, betont der Geschäftsführer. "Die erfolgreiche Bildungsarbeit bei den Züchtern, insbesondere bei der Jugend, wird deshalb 2013 im Rahmen des Programms Jungzüchterprofi engagiert weitergeführt ", kündigt Sturmlechner an. AIZ


Aktualisiert am: 28.12.2012 14:31
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