ZAR-Seminar 2013: Die beste Kuh fürs Gras

Beim ZAR-Seminar 2013 am Heffterhof in Salzburg gingen die Verantwortlichen der Rinderzucht in Österreich der Frage nach: Welche ist die beste Kuh fürs Gras? Ob wir in der österreichischen Rinderzucht Zuchtprogramme für unterschiedliche Betriebsintensitäten brauchen, wird sich erst weisen.
ZAR-Seminar 2013 am Heffterhof in Salzburg. Namhafte Referenten gaben lehrreiche Ausführungen zum Thema „Die beste Kuh fürs Gras“ von sich.
ZAR-Seminar 2013 am Heffterhof in Salzburg. Namhafte Referenten gaben lehrreiche Ausführungen zum Thema „Die beste Kuh fürs Gras“ von sich.
ZAR-Obmann ÖK-Rat Anton Wagner konnten wieder einmal zahlreiche interessierte Züchter, Berater, Schüler und Studenten zum ZAR-Seminar am Heffterhof begrüßen. Er nützte die Gelegenheit, um einen Zwischenbericht der Rinderzucht in Österreich zu bringen. Seiner Meinung nach stehen wir vor einer sehr wichtigen Zeitwende in der Zuchtarbeit. Nicht nur was die Leistung und Fitness der Tiere anbelangt, vielmehr das Denken und Handeln der Betriebsleiter. Um in den unterschiedlichsten Produktionsgebieten in Österreich Rahmenbedingungen zu schaffen, sei es Aufgabe der ZAR und der Zuchtverbände, den Züchtern beste Genetik für den jeweiligen Produktionsstandort zur Verfügung zu stellen. Es zeigt sich schon der Trend, dass sich die Zuchtrichtungen ein wenig voneinander entfernen. Es wird zukünftig noch eine stärkere Aufteilung der Betriebe geben. Einerseits Bauer, die mit hohen Kosten aber auch Erträgen wirtschaften wollen und andere, die biologisch oder einfach nur gesellschaftspolitisch geforderte, ökologische Viehwirtschaft betreiben.

Zuchtziel ändert sich ständig
Vor allem der Vortragsblock am Nachmittag beschäftigte sich mit der Frage, ob getrennte Zuchtziele für unterschiedliche Produktionsintensitäten notwendig sind. Das Zuchtziel bedarf ohnehin immer einer laufenden Angleichung. Die Wichtigkeit des Fitnesskomplexes steht sicherlich auch in Zukunft im Vordergrund. Gesundheitszuchtwerte sollen in absehbarer Zeit auch stärker berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der Züchterbefragung OptiGene sind eindeutig und verständlich. Züchter wollen Kühe die problemlos alt werden und viel leisten. Zuchtfortschritt wird immer notwendig sein, ob es dafür getrennte Zuchtprogramme geben muss kann derzeit noch nicht klar beantwortet werden. Es ist auch zu bedenken, dass es zwangsläufig zur Aufspaltung einer Population kommt, die mit harter Mühe über viele Jahrzehnte aufgebaut wurde.




Aktualisiert am: 22.03.2013 14:56
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