ZAR-Obmann Anton Wagner wiedergewählt

Bei der ZAR-Generalversammlung in Kleßheim wurde Anton Wagner für eine weitere dreijährige Periode in seinem Amt bestätigt. Wagner ist seit 2005 Obmann der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR).
Der neue Vorstand der ZAR: v.l.: Ing. Thomas Schweigl, Ing. Sebastian Auernig, Josef Mair, Ök.-Rat Anton Wagner, DI Johann Bischof, Dr. Friedrich Führer und Hermann Gruber.
Der neue Vorstand der ZAR: v.l.: Ing. Thomas Schweigl, Ing. Sebastian Auernig, Josef Mair, Ök.-Rat Anton Wagner, DI Johann Bischof, Dr. Friedrich Führer und Hermann Gruber.
Als neuer Stellvertreter unterstützt der Obmann des Kärntner Rinderzuchtverbandes und seit Kurzem auch von Fleckvieh Austria Sebastian Auernig den Obmann Anton Wagner. Weiters zählen Hermann Gruber (Obmann Holstein Austria), Thomas Schweigl (Braunvieh Austria), Johann Mair (Landesverband für Leistungsprüfung und Qualitätssicherung Oberösterreich), Friedrich Führer (Geschäftsführer Genostar und NÖ Genetik) sowie Johann Bischof (Tierzuchtdirektor Landwirtschaftskammer Steiermark) zum siebenköpfigen ZAR-Vorstandsteam. Die Wahl fand unter dem Vorsitz von Edith Klauser, Sektionsleiterin des Lebensministeriums, in Kleßheim/Salzburg statt. Wagner bedankte sich für das große Vertrauen und betonte, "die ZAR wird auch in den kommenden Jahren eine konstruktive und sachorientierte Zusammenarbeit mit dem Lebens- und Gesundheitsministerium, den Landwirtschaftskammern sowie den bäuerlichen Interessenvertretungen fortsetzen ". Schließlich seien die heimischen Rinderzüchter oftmals die treibende Kraft für notwendige Reformen, und die Zuchtbetriebe würden rund 85% der gesamten Milch in Österreich erzeugen. In der ZAR sind 30 Rassen von der Milch- und Fleischleistungskontrolle erfasst - angeführt von knapp 1,5 Mio. Stück Fleckvieh und 138.185 Stück Braunvieh.

Aufgaben für die Zukunft
"Mit dem Auslaufen der Milchquote ab April 2015 werden die Zuchtbetriebe und die gesamte Milch- und Molkereiwirtschaft eine Zäsur erfahren. Der Trend zu größeren Betrieben wird sich fortsetzen, die Wettbewerbssituation sich weiter verschärfen ", mahnte Wagner. Die ZAR werde ein wachsames Auge auf diese Entwicklung haben und erfolgreiche Maßnahmen im Dienste der Rinderzucht weiterführen. Dazu zählen das Gesundheitsmonitoring Rind, die professionelle Zuchtwertschätzung, das Projekt "Jungzüchterprofi " und die Schaffung eines Branchenverbandes Milch zur Sicherung eines fairen Einkommensanteils der Bauern in der Wertschöpfungskette. "Ein wesentlicher Baustein der ZAR-Arbeit wird auch darin bestehen, für die Fortsetzung des AMA-Qualitätsgütesiegels "QS-Milch " im Sinne einer anerkannten Qualitätsproduktion zu kämpfen und das gemeinsame Marketing für das Qualitätsprodukt "Zuchtrinder aus Österreich " vor allem im Ausland weiter auszubauen, kündigte Wagner an.

Deutsche Rinderzucht
Josef Goos, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rinderzüchter (ADR), erläuterte abschließend in seinem Fachreferat die Struktur und Organisation der Deutschen Rinderzucht sowie deren aktuelle Herausforderungen. Trotz Unterschiede im Aufbau wurden zahlreiche Parallelitäten in den Themenstellungen sichtbar. Von beiden Seiten wurde der Wunsch nach einer stärkeren Vernetzung geäußert. AIZ

Aktualisiert am: 11.06.2013 14:25
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