ZAR: Künstliche Besamung sichert Zuchtfortschritt

Die künstliche Besamung ist neben der Selektion die wichtigste Maßnahme für die Realisierung erfolgreicher Programme, um die heimische Zuchtrinderproduktion auf dem aktuell hohen Leistungsstandard erhalten zu können. Das ist auch dem Jahresbericht der ZAR zu entnehmen.
Aus dem ZAR-Jahresbericht 2010 geht hervor, dass die künstliche Besamung ein wesentlicher Bestandteil des Zuchtfortschritts ist.
Aus dem ZAR-Jahresbericht 2010 geht hervor, dass die künstliche Besamung ein wesentlicher Bestandteil des Zuchtfortschritts ist.
Wie dem Jahresbericht 2010 der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) zu entnehmen ist, wurden im Vorjahr insgesamt rund 1,370.000 künstliche Besamungen durchgeführt. Diese für den Zuchtfortschritt wichtige Arbeit wurde von 782 Tierärzten, 68 Besamungstechnikern und rund 6.500 Bauern auf ihren Betrieben erledigt. Jeder Tierarzt führte somit im Jahresdurchschnitt drei Besamungen pro Tag durch. Die Besamungstechniker kamen täglich auf 3,7. Landwirte erledigten im vergangenen Jahr im Schnitt eine Besamung pro Woche. So wurden je eingesetztem Stier fast 2.450 Besamungen registriert.

Am häufigsten verwendete Stiere
Die am häufigsten verwendeten Stiere liegen allerdings deutlich über diesem Durchschnitt. Der Fleckviehstier HUPSOL wurde im Vorjahr über 24.000 Mal eingesetzt, der am häufigsten verwendete Braunviehstier HURAY kommt auf etwa 5.400 künstliche Besamungen. Im Jahr 2009 wurden 94,6% der 377.680 Herdebuchkühe (Milchleistungsprüfung) künstlich besamt, die restlichen 5,4% erfolgten über den Natursprung.

Exporterfolge der heimischen Rinderzucht
Österreichs Rinderzucht ist durch den Export von Zuchtrindern und Samen in über 30 Ländern der Welt erfolgreich positioniert. Auch Messen, Ausstellungen und Leistungsschauen tragen wesentlich zu diesem Exporterfolg bei. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten konnte sich die heimische Rinderzucht auf in- und ausländischen Märkten behaupten und neue erschließen. Die Arbeitsgemeinschaften der Rassen Fleckvieh, Braunvieh, Holstein, Pinzgauer, Grauvieh sowie derFleischrassen koordinieren gemeinsam mit der ZAR die Teilnahme an über 20 internationalen Agrarmessen.

Besamungsstationen liefern gute Arbeit
Die Arbeit von sechs Besamungsstationen im Besitz der Landwirtschaftskammern und der Zuchtverbände sind dabei eine unerlässliche Voraussetzung für die Zuchtviehproduktion. Im vergangenen Jahr wurden etwa 460.000 Samenportionen von hochwertigen heimischen Zuchtstieren in mehr als 30 Länder exportiert. Gut drei Viertel davon gehen in den innergemeinschaftlichen Handel, 15% in europäische Drittländer und über 4% der exportierten Samenportionen werden in Afrika abgesetzt. (AIZ)

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Aktualisiert am: 08.08.2010 21:26
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