ZAR-Generalversammlung: Rückblick auf ein erfolgreiches Jahr 2011

Die ZAR-Generalversammlung in Klessheim stand im Zeichen der EU-Agrarreform. Zudem konnte Geschäftsführer Franz Sturmlechner eine positive Leistungsbilanz des Jahres 2011 präsentieren.
ZAR-Obmann Anton Wagner: "Die ZAR wird aufmerksam und mit konstruktiven Überlegungen den notwendigen Umstieg vom historischen auf das Regionalmodell begleiten.“
ZAR-Obmann Anton Wagner: "Die ZAR wird aufmerksam und mit konstruktiven Überlegungen den notwendigen Umstieg vom historischen auf das Regionalmodell begleiten.“
"Die ZAR wird aufmerksam und mit konstruktiven Überlegungen den notwendigen Umstieg vom historischen auf das Regionalmodell begleiten", betonte Obmann Anton Wagner im Rahmen der diesjährigen Generalversammlung der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) in Kleßheim bei Salzburg. Die Ausnutzung der nationalen Spielräume zur Umsetzung der GAP-Reform im Interesse der heimischen Rinderhalter ist ein Schwerpunkt der ZAR-Arbeit im Jahre 2012.

Pauschalierung erhalten
"Es ist schmerzhaft, wenn seit dem EU-Beitritt jährlich rund 4.200 Betriebe in Österreich ihre Bewirtschaftung aufgaben, also die Flächen verpachteten oder verkauften. Die Zahl der Betriebe nahm in diesem Zeitraum von 239.100 auf 175.700 ab, wobei die Nebenerwerbslandwirtschaft mit mehr als 55% dominiert. Gerade deshalb bin ich als Obmann dafür dankbar, dass trotz massiven politischen Widerstandes die Pauschalierung für einen Großteil der bäuerlichen Betriebe aufrecht bleibt und die Neufeststellung der Einheitswerte ein gerechteres Bild über die Situation der Land- und Forstwirtschaft ermöglichen wird", unterstrich Wagner. Der Strukturwandel, auch in der Rinderwirtschaft, sei "ökonomische und gesellschaftliche Realität", stellte Wagner fest. Aufgabe der Agrarpolitik sei es, diesen Wandel sozial abzufedern und wirtschaftlich verkraftbar zu gestalten.

Positive Leistungsbilanz
An der systematischen Verbesserung der Zuchtpopulation der einzelnen Rassen arbeiten in Österreich 22.700 Betriebe mit rund 400.000 Kühen unter Milchleistungskontrolle, das sind 75,5% aller Milchkühe sowie 85% der angelieferten Milch an die österreichischen Molkereien. 25.500 Kühe stehen auf 2.600 Betrieben unter Fleischleistungskontrolle. ZAR-Geschäftsführer Franz Sturmlechner legte der Generalversammlung einen Leistungsbericht des vergangenen Geschäftsjahres vor. Er erwähnte vor allem die mit über 35.000 Stück ausgezeichnete Exportentwicklung im Jahre 2011 und betonte, wie notwendig ein geschlossenes Auftreten der heimischen Rinderzüchter auf großen ausländischen Messen sei, wie zum Beispiel in diesem Jahr in Hannover, aber auch in Algier und Moskau, stellvertretend für insgesamt 22 Messeauftritte im vergangenen Jahr. AIZ


Aktualisiert am: 13.04.2012 12:49
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