ZAR: Bauern müssen in Branchenverband Milch stark vertreten sein

Der Obmann der Rinderzucht Austria, Anton Wagner spricht sich dafür aus, dass in einem neu zu gründenden Branchenverband Milch die Bauern entsprechend stark vertreten sein müssten.
ZAR-Obmann Wagner: „Es ist der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter ein großes Anliegen, bei einem künftigen Branchenverband mit den teilnehmenden Organisationen auf Augenhöhe die Interessen der österreichischen Milchbauern zu vertreten.“
ZAR-Obmann Wagner: „Es ist der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter ein großes Anliegen, bei einem künftigen Branchenverband mit den teilnehmenden Organisationen auf Augenhöhe die Interessen der österreichischen Milchbauern zu vertreten.“
Das derzeit in Umsetzung befindliche EU-Milchpaket verfolgt laut ZAR das Ziel, die bäuerlichen Produzenten zu stärken und sieht unter anderem die Möglichkeit der Gründung von Branchenverbänden vor. "Die Mitglieder derartiger Verbände sollen möglichst viele Teile der Produktionskette abdecken, Österreichs Milchbauern müssen hier auf jeden Fall entsprechend vertreten sein ", unterstrich Wagner. "Die Rinderzucht spielt in unserem Land mit ihren 401.263 Milchkühen unter Leistungsprüfung eine zentrale Rolle. Sie repräsentieren 76,6% der heimischen Milchkühe sowie mehr als 85% der produzierten Milch in Österreich. Daher ist es für die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) ein großes Anliegen, bei einem künftigen Branchenverband mit den teilnehmenden Organisationen auf Augenhöhe die Interessen der österreichischen Milchbauern zu vertreten ", betonte der Obmann. Die Mitglieder der ZAR hätten in einer eigens einberufenen Obmännerkonferenz den klaren Auftrag zu einer aktiven Mitgestaltung einer Branchenorganisation erteilt. "Durch die jahrzehntelange Zucht der Milchkühe in Richtung Eutergesundheit und Milchqualität konnte nicht nur ein wettbewerbsfähiges Leistungsniveau erreicht werden, sondern auch ein zentraler Beitrag zur Sicherung der Milchqualität. Auch in diesem Bereich erbringen die Züchter sehr viele Vorleistungen. Beste Qualität der Anlieferungsmilch wird somit gewährleistet ", sagte Wagner.

Bauern stehen am Beginn der Wertschöpfungskette
"Die Branchenorganisation darf nicht zur Stützung von alten Strukturen dienen und muss für die Entwicklung von neuen Themen offen sein. Die Vertretung der Milchbauern und deren Vernetzung Richtung Politik, Handel und Konsumenten muss mit einer authentischen bäuerlichen Stimme erfolgen. Wir Landwirte stehen nicht am Ende, sondern am Beginn der Wertschöpfungskette Milch, dementsprechend sind die Erwartungen groß und auch sehr unterschiedlich. Immerhin werden 80% des Einkommens eines Zuchtbetriebes über die Milch lukriert ", gab Wagner zu bedenken. "Nicht alle in einen Branchenverband gesetzten Hoffnungen wird man erfüllen können. So ist die Festlegung von Preisen oder Mengen rechtlich von vornherein untersagt. In Zukunft werden sich jedoch Erfordernisse und Notwendigkeiten entwickeln, die wir jetzt noch nicht abschätzen können und die einen starken Verband notwendig machen. Als wichtige Partner in einer solchen Organisation sind für mich die heimischen Verarbeiter unverzichtbar ", erklärte Wagner. Generell müsse ein derartiger Branchenverband eine österreichweite unabhängige Position innehaben, um als starker Ansprechpartner auftreten zu können, so der Obmann. AIZ

Aktualisiert am: 01.02.2013 12:59
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