ZAR 3-Länder-Seminar am Heffterhof in Salzburg

Vertreter und Verantwortungsträger der Rinderzucht aus den Ländern Österreich, Schweiz und Deutschland nahmen am Seminar am Heffterhof in Salzburg teil. Themenbereiche aus der politischen aber auch der züchterischen Weiterentwicklung wurden von den Experten diskutiert.
ZAR Obmann Anton Wagner (re. außen) konnte namhafte Referenten aus Österreich, Schweiz und Deutschland begrüßen.
ZAR Obmann Anton Wagner (re. außen) konnte namhafte Referenten aus Österreich, Schweiz und Deutschland begrüßen.
Zahlreiche Experten und Verantwortungsträger aus der Rinderzucht folgten der Einladung der ZAR zum 3-Länder-Seminar nach Salzburg. Dr. Markus Hengstschläger von der Medizinischen Universität Wien begann die Vortragsreihe. Sein Referat stand unter dem Titel "Genetik als Argument für Individualität". Er konnte zahlreiche Parallelen von der Humanmedizin zur Tierzucht aufzeigen, was die Genetik und weiterer Folge die genomische Selektion bei den Rindern betrifft. Dass die Entwicklung bei der Genomselektion nicht aufzuhalten ist, zeigte Dr. Schwarzenbacher von der ZAR. Er erläuterte die Entwicklung von SNPs zur DNA Sequenz. Wie wichtig die Einhaltung und die konsequente Entwicklung eines Zuchtprogramm im Bereich der Tiergesundheit ist, präsentierte Dr. Egger-Danner von der ZAR. Andreas Bigler, swissherdbook, Dr. Alfred Weidele, Rinderunion Baden-Württemberg und DI Peter Stückler, Genostar präsentierten als Verantwortliche in den Zuchtverbänden, wie der Stand der Dinge der Genomselektion in den Besamungsanstalten ist. Beispielsweise werden in der Steiermark bereits 50% der Besamungen mit genomselektierten Jungstieren durchgeführt. In der Schweiz gibt es nach wie vor einen kurzen Testlauf für die Jungstiere und in Baden-Württemberg entscheiden die Züchter alleine, was sie besamen wollen, jeder Stier steht zur Verfügung.



Gesundheit und Fitness
Gesundheit und Fitness waren die großen Themenbereiche am Nachmittag. Fitness und Gesundheit der gezüchteten Tiere dürfen durch den Einsatz von Jungstieren nicht schlechter werden. Dr. Fürst-Waltl präsentierte eine Studie zu Aufzuchtverlusten von Rindern. Es gibt Bestrebungen, diesen Wert in die Zuchtwertschätzung einfließen zu lassen. Ein Lebensdauerzuchtwert könnte hierzu aussagekräftig sein. Dr. Gollé-Leidreiter stellte den Stand der Dinge vom OptiMIR-Projekt von. Hierbei wird versucht, durch die Infrarotspektroskopie mehr Information für das Management der Herde aus der Milch zu bekommen. Insgesamt sechs europäische Länder beteiligen sich an diesem Projekt. Leider gibt es noch keine konkreten Ergebnisse. Die Moderation machte Dr. Johann Sölkner von der BOKU Wien.


Aktualisiert am: 25.05.2012 09:50
Zahlreiche Experten und Verantwortungsträger aus der Rinderzucht folgten der Einladung der ZAR zum 3-Länder-Seminar nach Salzburg.
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