ZAR: 1,3 Mio. künstliche Besamungen in Österreich 2010

Die künstliche Besamung ist neben der Selektion die wichtigste Maßnahme für die Realisierung von Zuchtprogrammen. Sie sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Rinderhaltung und dient der Erhaltung der Artenvielfalt als unverzichtbares Kulturgut.
Die hohe Besamungsdichte ist das Fundament für eine qualitativ hochwertige Genetik und in weiterer Folge für die hohe heimische Exportquote.
Die hohe Besamungsdichte ist das Fundament für eine qualitativ hochwertige Genetik und in weiterer Folge für die hohe heimische Exportquote.
Laut dem Jahresbericht der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) wurden im Vorjahr 1,335.000 Besamungen durchgeführt. Die meisten nehmen die Tierärzte selbst (820.000) vor, die restlichen werden von 69 Besamungstechnikern und - stark zunehmend - von 7.000 Züchtern selbst durchgeführt. Letztere müssen dafür einen Kurs für die Eigenbestandsbesamung absolviert haben. Die Besamungsdichte ist in Österreich mit 95% im internationalen Vergleich sehr hoch. Sie ist das Fundament für eine qualitativ hochwertige Genetik und in weiterer Folge für die hohe heimische Exportquote. Bezogen auf den Zuchttierbestand exportiert Österreich europaweit die meisten Rinder. Und auch der Samen heimischer Rinderrassen wird in mehr als 50 Länder ausgeführt, was der heimischen Zuchtarbeit ein vorzügliches Zeugnis ausstellt.

Rinderreiches Österreich
Ein relativ starken Anstieg gab es 2010 bei den Herdebuchkühen - ihre Zahl ist erstmals über 400.000 gestiegen. Dominierende Rasse war dabei mit 69% das Fleckvieh, vor Braunvieh (14%), Holstein (10%), Pinzgauer (2,6%) und dem Tiroler Grauvieh (1,3%). Die restlichen 2,6% repräsentieren eine Vielfalt von weiteren 26 Rinderrassen, dazu zählen die Murbodner, das Kärntner und das Waldviertler Blondvieh, die Pustertaler Sprintzen, das Gelbvieh, die Ennstaler Bergschecken oder auch das Tuxer Rind, teilte die ZAR mit.


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Aktualisiert am: 25.07.2011 15:00
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