XTX von McCormick: Flotter Italiener mit starken Genen

Die neuen XTX von Mc Cormick wurden aus der größeren TTX-Baureihe entwickelt, haben allerdings einen etwas kürzeren Radstand. Wir sind die erste Maschine in Österreich Probe gefahren.
Die Motoren verfügen über ein Common-Rail-Einspritzsystem, 24 Ventile und eine elektronische Motorsteuerung.
Die Motoren verfügen über ein Common-Rail-Einspritzsystem, 24 Ventile und eine elektronische Motorsteuerung.
Die heutigen TTX-Traktoren hießen bei ihrer Markteinführung vor drei Jahren ebenso XTX und erhielten im Jahr 2006 die Auszeichnung „Traktor des Jahres“. Mittlerweile wurden diese drei XTX-Modelle im Leistungssegment von 170 bis 200 PS in TTX umgetauft und zwei neue kleinere XTX-Modelle geboren: Der XTX 145 und der XTX 165. Mit Ausnahme der Achsen und des Radstandes sind die beiden heutigen Baureihen nahezu baugleich. Mit der Verlegung des Produktionsstandortes von der ehemaligen Case-IH-Fabrik in Doncaster (England) in das italienische ARGO-Werk Fabbrico – Getriebe und Hinterachse kommen nach wie vor aus Saint Dizier (F) – hat sich auch das Design geändert.

Preisgekröntes Design
Aus dem biederen, konservativen Engländer wurde ein flotter, attraktiver Italiener. Die schwungvolle, gerundete Linienführung mit der nach unten gezogenen Schnauze und die neuen Fahr- und Arbeitsscheinwerfer verleihen ihm Aggressivität und mehr Biss. Besonderen Anklang hat er bei den Schweizer Traktorfans gefunden. Diese haben ihm im Vorjahr bei einer Abstimmung sogar das schönste Traktordesign zugesprochen.
Toll finden wir, dass Mc Cormick die Motorhaube nicht nur neu entworfen hat, sondern nun auch aus einem Stück fertigt. Sie lässt sich für Wartungsarbeiten um 90° aufstellen und gibt so den Motor vollkommen frei. Mit einem Rollogurt kann die Haube wieder bequem herunter geholt werden.

Fazit
Mc Cormick bietet mit dem XTX eine preisgünstige Alternative zu den Hightech-Traktoren mit stufenlosem Antriebskonzept an. Der XTX 145 Pro wird derzeit mit knapp 78.000 Euro angeboten. Dafür bekommt man einen guten Motor, ein gut abgestuftes 8-fach-Lastschaltgetriebe mit Automatikfunktionen, eine starke Hydraulik, vier Zusatzsteuergeräte, Klimaanlage, Druckluftanlage, Fronthydraulik und sogar eine gefederte Vorderachse. Für bestimmte Einsatzfälle oder noch höhere Komfortansprüche lässt sich der XTX je nach Bedürfnis des Kunden weiter hochrüsten.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 08.05.2008 10:29
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