Worauf es im Dauergrünland ankommt

Alle Akteure im Grünland, vor allem aber die Praxis ist aufgerufen, die Produktionstechnik laufend zu hinterfragen, und Neues auszuprobieren.
In der Grünlandbewirtschaftung wird die Düngung überwiegend mit betriebseigenem Wirtschaftsdünger durchgeführt.  Foto: Angeringer
In der Grünlandbewirtschaftung wird die Düngung überwiegend mit betriebseigenem Wirtschaftsdünger durchgeführt. Foto: Angeringer
Dauergrünland (Schnittwiesen und Weiden) ist eine faszinierend vielfältige Mischkultur, wo durch die Ausbildung einer ungestörten Grasnarbe rund 40 Arten an Gräsern, Kräutern und Leguminosen zusammenleben.
Die Frage, welche Arten sich im Dauergrünland durchsetzen, ist im Wesentlichen von den Bewirtschaftungsmaßnahmen Mahd- und Weideintensität, Düngung, Nachsaaten und Pflegemaßnahmen abhängig. Daneben entscheiden, wie im Pflanzenbau üblich, die natürlichen Standortbedingungen des Bodenaufbaus, die geografische Lage sowie der jährliche Witterungsverlauf über den Ernteerfolg.

Der Standort entscheidet, die Bewirtschaftung prägt

Wie beinahe überall im Pflanzenbau beeinflusst die Düngung (Nährstoffangebot, Erhalt eines belebten, fruchtbaren Bodens) die erreichbaren Nutzungen und Erträge entscheidend. Für viele Situationen gilt als plakative Schätzung, dass die Düngung zu 80 % für den jeweiligen Pflanzenbestand verantwortlich ist. Das heißt, eine nicht bedarfsgerechte Düngung (zu viel, zu wenig) kann durch pflanzenbauliche Maßnahmen wie Nachsaaten/Neuanlagen kaum mehr korrigiert werden.

Wolfgang Angeringer, Grünlandexperte der Landwirtschaftskammer Steiermark sagt: "Das komplexe System Dauergrünland kann nur sehr eingeschränkt in allen Facetten gedanklich erfasst werden. Was auf einem Standort funktioniert, kann woanders wieder nicht klappen. Praxis, Beratung und Forschung befinden sich hier in einem ständigen Lernprozess, in dem Zusammenarbeit und Wertschätzung Voraussetzung sind."

Expertenwissen für Ihren Vorsprung

Wolfgang Angeringer wird auf den LANDWIRT Rinderfachtagen neben den Grundlagen der Dauergrünlandbewirtschaftung auch Beispiele aus der Beratungspraxis im Jahresverlauf darstellen. Der Fokus liegt dabei auf der zunehmenden Spezialisierung in der Grünlandwirtschaft, wobei sowohl Betriebe mit niedriger als auch hoher Nutzungsintensität berücksichtigt werden. Es wird auf die wesentlichen Kennzahlen sowie auf praktische pflanzenbauliche Möglichkeiten von Frühjahr bis Winter eingegangen.

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Aktualisiert am: 12.12.2018 16:33