Wohnbauförderung: Zukunft Wohnen in der Steiermark

Land Steiermark blickt voraus und schafft neue Ansätze in der ökologischen Wohnbauförderung.
Agrarlandesrat Johann Seitinger präsentierte am 22. März 2006 im Rahmen einer Pressekonferenz die neue, nach ökologischen Gesichtspunkten ausgearbeitete, Wohnbauförderung in der Steiermark.

Den Ausführungen Seitingers zur Folge werden neue ökologische Schwerpunkte in der Eigenheimförderung bzw. im Geschossbau und in der Sanierungsförderung gesetzt und forciert.

Ökologische Schwerpunkte in der Eigenheimförderung und im Geschossbau

Für alle geförderten Neubauten (Eigenheim, Miet- und Eigentumswohnungen, Wohnbauscheck) wird der Einbau von Solaranlagen - so wirtschaftlich vertretbar - vorgeschrieben. Zusätzlich darf der Heizwärmebedarf im Geschossbau 40 kWh/m²/Jahr nicht überschreiten. Zur Kontrolle dieser Grenze ist eine Energiebuchhaltung zu führen.

Eine vorgeschriebene „Thermographische Überprüfung“ nach der ersten Heizperiode soll ein „Röntgenbild“ des Gebäudes liefern, bei dem festgestellt wird, in wie weit und wo Wärmeverluste auftreten.

Ökopunktezuschlag

Der Ökopunktezuschlag soll ein ökologisches Anreizsystem für den Einsatz von nachhaltigen Baustoffen darstellen. Dabei handelt es sich um einen 15%igen Förderungsbeitrag für max. 250,- €/m², wobei für einen Ökopunkt eine Förderung von max. 10,- € lukriert werden kann.

Grundlage für die Berechnung bilden drei Maßnahmenblöcke:

  • ÖKO 1 Bewertung der Baumaterialien hinsichtlich ihrer Recyclebarkeit
  • ÖKO 2 Primärenergieaufwand der Baustoffe
  • ÖKO 3 Beurteilung des nachhaltigen Energieeinsatzes: z.B. Heizungsart


Ökologische Schwerpunkte in der Sanierungsförderung
Bei der Sanierungsförderung von Gebäudekörpern, die älter als 30 Jahren sind, setzt man auf die thermische Messung sowie auf eine Überprüfung der Energiekennzahlen vor und nach der Sanierung.

Dabei soll der Ökopunktezuschlag Anreize zur ökologischen Sanierung geben. Bewertet werden jedoch nur die Maßnahmen der Gruppe ÖKO 3. Daraus ergibt sich ein 15%iger Förderungsbeitrag von max. 200,- €/m².

Die Kesseltauschaktion wird wie bisher weitergeführt.
Laut Seitinger sollte die neue ökologische Wohnbauförderung bis Mitte 2006 auf Schiene sein.

Neben der Sicherung von 12.000 Arbeitsplätzen durch den Einsatz von Wohnbauförderungsmittel in der Steiermark, verspricht sich Seitinger auch einen ökologischen und energiepolitischen Lenkungseffekt. Denn: “Die Steiermark ist Österreichs waldreichstes Bundesland mit einem Waldanteil von über 60 Prozent der Landesfläche. Der Einsatz von Holz als Brenn- und Baustoff bringt nicht nur eine hohe regionale Wertschöpfung, sondern ist auch im vollen Maße umweltfreundlich und nachhaltig.“

www.wohnbau.steiermark.at


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Aktualisiert am: 03.05.2006 09:26
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