Wohin entwickelt sich der ländliche Raum?

Die Land- und Forstwirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Bereichen ist der zentrale Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum. Es ist daher v on entscheidender Bedeutung, dass die Fördergelder auch in Zukunft den Bauern zur Verfügung stehen.
Landwirtschaft, Gewerbe, Infrastruktur, Lebensqualität – die Anforderungen an den ländlichen Raum sind vielfältig.
Landwirtschaft, Gewerbe, Infrastruktur, Lebensqualität – die Anforderungen an den ländlichen Raum sind vielfältig.
90 % der Gesamtfläche der EU sind ländlicher Raum, und mehrere hundert Millionen Menschen in Europa leben auf dem Land. Wenn diese Menschen weiter am Land leben sollen, müssen Arbeitsplatzmöglichkeiten, Infrastruktur und Lebensqualität gestärkt werden. Die moderne Landwirtschaft ist längst nicht nur mehr Lebensmittelerzeuger, sondern wird von der Gesellschaft zunehmend auch als Bewahrer einer schönen Landschaft, guter Wasserqualität und tiergerechter Haltungssysteme gesehen. Dafür ist die Gesellschaft auch bereit, Geld auszugeben. Daher müssen genau diese Bereiche wie
● Landschaftspflege
● Umweltschutz (ÖPUL)
● Investitionsförderung von landwirtschaftlichen Betrieben
● Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit landwirtschaftlicher Betriebe, sowie
● die Ausweitung des Produktionssortiments vermehrt gefördert werden. Das ist nur durch eine entsprechende Finanzkraft für die ländliche Entwicklung machbar.
Unser Land ist in Punkto ländlicher Entwicklung ein Vorzeigeland innerhalb der EU. Bisher standen für diesen Zweck jährlich rund 1 Million Euro zur Verfügung, die zur Hälfte national, also von Österreich, finanziert wurden.

Den Landwirtschaftsvertretern geht es dabei um zwei Dinge:
1.) Verbessern bzw. Halten der finanziellen Mittel und
2.) Die Mittel sollten auch weiterhin der Land- und Forstwirtschaft zur Verfügung stehen.

Diese Klarstellung ist deshalb wichtig, weil bezüglich der Verhandlungen zum neuen ÖPUL auch andere Organisationen einen Anteil davon haben möchten. Naturschutz, Tierschutz und andere Organisationen haben ihr Interesse an ÖPUL-Mitteln bereits deutlich gemacht.

Text von Ing. Hans MEISTER, Pischelsdorf


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Aktualisiert am: 11.01.2005 11:44
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