Wo liegt der Mehrwert von Bio?

Die Verpflegung mit Bio-Lebensmitteln ist mittlerweile auch auf UaB-Betrieben möglich. Doch welche Gästegruppe schätzt Bio? Was ist an Bio besser? Wie kann der Mehrwert von Bio den Gästen vermittelt werden?

Kooperieren Sie mit anderen Bio-Betrieben, damit Sie eine runde Produktpalette anbieten können.
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Knapp 70 % der Österreicher verwenden Bio-Lebensmittel. Frauen greifen häufiger zu Bio-Lebensmitteln als Männer, jüngere Personen intensiver als ältere. Die größten Zuwächse werden bei der Altersgruppe der 50 bis 70-Jährigen verzeichnet. Personen mit gehobenem Bildungsniveau kaufen häufiger Bio-Lebensmittel als Personen mit niedrigem Bildungsstatus. Single-Haushalte weisen die geringste Bio-Kaufhäufigkeit und –intensität auf, Zwei-Personen-Haushalte kaufen bereits mehr Bio-Produkte, den höchsten Verwenderanteil weisen Haushalte mit Kindern auf. Das Haushaltsbudget spielt eine geringere Rolle als vielleicht erwartet, erst bei einem Haushaltsbudget von unter 1000 Euro bestimmt vorrangig der Preis, was in den Mund kommt.

Als Motiv für die Wahl von „Bio“ steht an erster Stelle die Gesundheit. Bio-Lebensmittel werden als gesünder und frischer (im Sinne von: Nicht-High-Tech, natürlicher, ohne Zusatzstoffe) eingeschätzt. Gentechnikfreiheit, Kriterien des Umweltschutzes und vor allem der artgerechten Tierhaltung spielen ebenso eine Rolle. Zunehmend wird auch der bessere Geschmack als Argument für Bio ins Treffen geführt. Hinsichtlich der Kaufmotive sind altersbezogene Unterschiede festzustellen: Je jünger die Bio-Käufer, desto eher spielen eigennützige Motive (gesünder, schmeckt besser) eine Rolle. Bei mittleren bis älteren Altersgruppen gewinnen Aspekte des Allgemeinwohls (Umweltschutz, Tierschutz) an Bedeutung.

Autor: Mag. Rosemarie Zehetgruber, Ernährungswissenschaftlerin, Wien


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Aktualisiert am: 31.05.2005 14:35
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