Wlodkowski: Bauern brauchen die volle Unterstützung von Bund und Ländern

Die bäuerliche Interessenvertretung begrüßt das im Regierungsprogramm formulierte Bekenntnis zu einer flächendeckenden, nachhaltigen bäuerlichen Landwirtschaft sowie zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP).
Gerhard Wlodkowski: "Die jüngst beschlossene Überprüfung der GAP nimmt nun doch etwas mehr Rücksicht auf die schwierigen Marktverhältnisse"
Gerhard Wlodkowski: "Die jüngst beschlossene Überprüfung der GAP nimmt nun doch etwas mehr Rücksicht auf die schwierigen Marktverhältnisse"
"Ein zentraler Punkt zur Absicherung der bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich und im Besonderen des Milchstandortes Österreich ist die Umsetzung des Milchpakets. Darüber hinaus gilt es, eine Entlastung bei den Betriebsmittelkosten zu erreichen. Hier ist positiv zu bewerten, dass sich die Regierung für eine Erhöhung der Mineralölsteuerrückvergütung für Landwirte einsetzen will. Für eine nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes haben wir mit dem von Landwirtschaftsminister Josef Pröll ausverhandelten Programm für Ländliche Entwicklung ("Grüner Pakt") eine gute Basis und fordern daher von der neuen Regierung, dass Bund und Länder diese Kofinanzierung künftig auch sicherstellen", erklärte heute Gerhard Wlodkowski, Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, zum vorliegenden Regierungsprogramm 2008 bis 2013.

"Die jüngst beschlossene Überprüfung der GAP (Health Check) nimmt nun doch etwas mehr Rücksicht auf die schwierigen Marktverhältnisse, dennoch ist in der neuen Regierungsperiode einmal mehr auf die Planbarkeit und Rechtssicherheit für die bäuerlichen Familienbetriebe in Österreich zu achten, weil der Sektor Landwirtschaft einerseits von überaus volatilen Agrarmärkten beeinflusst wird und auf der anderen Seite nun auch negative Auswirkungen, ausgelöst durch die Unsicherheit und Krise auf den Finanzmärkten, drohen. Österreichs Bauern brauchen daher stabile Rahmenbedingungen und die volle Unterstützung durch Bund und Länder, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und in der Folge den Agrarstandort Österreich mit den rund 500.000 Arbeitsplätzen im vor- und nachgelagerten Bereichen abzusichern", betonte Wlodkowski. (AIZ.info)


Aktualisiert am: 03.12.2008 16:02
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