Wissenswertes über Gemüse im Hausgarten

DI Sandra Hinzer (Gartenplanung MR Oberösterreich) gibt Tipps und Hinweise zu den gängigsten Gemüsesorten im Hausgarten.
Radieschen
Sie sind seit dem 16. Jh. in Europa etabliert. Ratsam ist eine gute Düngung. Aussaat ab März im Folienzelt, Ernte nach ca. vier bis sechs Wochen. Radieschen vertragen sich gut mit Bohnen, Erbsen, Kohl, Kopfsalat, Gartenkresse, Mangold, Karotten, Spinat, Tomate.
Weniger gute Nachbarn sind Gurke und Wassermelone

Paradeiser, Tomate
Ihren Ursprung hat die Tomate in Mittel- bis Südamerika. Die Früchte der Paradeiser sind eigentlich Beeren und messen im Durchmesser bei kultivierten Sorten bis 10 cm.
Tomaten benötigen viel Licht, ausreichend Wärme und eine gute Bodenstruktur bis ca. 50 cm in die Tiefe. Gleichmäßige Bewässerung fördert ein gleichmäßiges Wachstum. Neuere Forschungen haben ergeben, dass Tomaten, die mit Salzwasser gezüchtet wurden, gesünder sind und besser schmecken.
Gute Nachbarn sind Buschbohnen, Knoblauch, Kohl und Kohlrabi. Schlechte Nachbarn sind Erbsen, Fenchel und Kartoffeln.
Unterpflanzt man Tomaten mit Tagetes (Studentenblumen), wirken diese gegen Nematoden, Viren und weiße Fliegen.

Kopfsalat
Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren, 	Gurken, Kohl, Lauch, Möhren, Tomaten und Zwiebeln vertragen sich gut mit Kopfsalat.
Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Kohl, Lauch, Möhren, Tomaten und Zwiebeln vertragen sich gut mit Kopfsalat.
Der Freilandanbau von von Kopfsalat beginnt im April und Mai. Kopfsalat benötigt einen sonnigen Standort und eine regelmäßige Wasserversorgung ohne Staunässe. Bis zur Ernte können zwei bis drei Monate vergehen.
Gute Nachbarn des Kopfsalates sind Bohnen, Dill, Erbsen, Erdbeeren, Gurken, Kohl, Lauch, Möhren, Tomaten und Zwiebeln.
Als schlechte Nachbarn gelten Peterlilie und Sellerie.

Bohnen
Die ältesten Funde der Gartenbohne stammen aus einer Höhle in Peru und stammen aus dem Jahr 6000 v.Chr.
Roh sind Bohnen aufgrund der Lecitine giftig. Durch Abkochen können diese Eiweiße inaktiviert werden.
Unterpflanzt man Bohnen mit Bohnenkraut, so bleibt die schwarze Bohnenlaus fern und die die Duftstoffe begünstigen das Wachstum und Aroma der Bohnen.
Gute Nachbarn der Bohnen sind Bohnenkraut, Erdbeeren, Gurken, Sellerie, Rote Beete, Kohl, Kopfsalat, Vogerlsalat und Tomaten. Schlechte Nachbarn für Bohnen sind Erbsen, Fenchel, Knoblauch, Lauch und Zwiebeln.

Erbsen
Erbsen haben eine starke Unverträglichkeit gegen sich selbst. Anbaupausen von 6-8 Jahren sind sinnvoll.
Erbsen haben eine starke Unverträglichkeit gegen sich selbst. Anbaupausen von 6-8 Jahren sind sinnvoll.
Die Erbse gedeiht am besten auf Lehmböden mit ausreichend Humus, Kalk, einer ausgeglichenen Wasserführung und guter Durchlüftung. Die Erbse hat eine starke Unverträglichkeit gegenüber sich selbst, d.h. es sollten Anbauphasen von 6 bis 8 Jahren eingehalten werden.
Als uralte Kulturpflanze spielt die Erbse in Märchen und Sagen eine wichtige Rolle, Erbsen galten sowohl als Totenspeise als auch als Fruchtbarkeitsbringer.
Gute Nachbarn für Erbsen sind Dill, Fenchel, Gurken, Kohl, Mais, Karotten, Kohlrabi, Kopfsalat, Radieschen und Zucchini. Als schlechte Nachbarn gelten Bohnen, Kartoffeln, Knoblauch, Lauch, Tomaten und Zwiebeln.

Karotten
Karotten gedeihen am besten auf tiefgründigen, steinfreien Sandböden oder sandigen Lehmböden. In der Fruchtfolge sollte auf einen dreijährigen Abstand mit anderen Doldenblütlern geachtet werden.
Karotten sind förderlich für die Blut- und Zahnbildung sowie für die natürliche Widerstandskraft gegen Krankheiten.
Als gute Nachbarn für Karotten gelten Dill, Erbsen, Knoblauch, Lauch, Radieschen, Rettich, Tomaten, Zwiebeln, Schnittlauch



Aktualisiert am: 13.06.2012 14:16
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