Wird GVO-freier Sojaschrot von den Nutztieren besser verwertet?

"Fachmeinungen", in denen von einer schlechteren Verwertung der Aminosäuren von GVO-Soja berichtet wird, sind falsch. Behauptungen, dass bei GVO-freie-Hard-IP-Ware auf die Zugabe von Lysin in der Schweinefütterung ohne Leistungseinbußen verzichtet werden könnte, sind blanker Unfug.
Sojaschrot ist ein bewährtes Futtermittel mit hohem Energie- und Eiweißgehalt. Sein optimales Aminosäuremuster macht es zu einem wertvollen Rationsbestandteil für alle Nutztierarten. Der Ersatz von Sojaschrot durch andere Eiweißfuttermittel gelingt bei Wiederkäuern sehr gut. In der Schweine- und Geflügelfütterung wird Sojaschrot weiterhin die Haupteiweißkomponente bleiben.

Verdaulichkeit von GVO-Futtermitteln

Weltweit wurden bisher über 100 Fütterungsversuche mit Futtermitteln aus gentechnisch veränderten Pflanzen durchgeführt. Dabei wurden auch immer Versuchsgruppen geführt, die die gleichen Rationen mit gentechnisch unveränderten Futtermitteln (isogene Futtermittel) erhielten. Allein am Friedrich-Loeffler-Institut der Bundesforschungsanstalt in Braunschweig wurden bisher 17 derartige Versuche mit verschiedenen Tierarten vorgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass keine wesentlichen Abweichungen der Inhaltsstoffe, Leistungen und Produktqualität gefunden werden konnten. Die Futtermittel wurden daher gleich gut verwertet. Bei den Lebensmitteln waren keinerlei Veränderungen zu bemerken.


Autor:
Aktualisiert am: 16.02.2009 20:28
Landwirt.com Händler Landwirt.com User