Wintertagung: Holzbranche ruht, aber nicht tot

Wintertagung 2009 /Aigen im Ennstal: Wenngleich die Forst- und Holzbranche derzeit in einer schwierigen Phase stecke, weil die Exportmärkte nahezu zum Erliegen gekommen sind, so könne man nicht vom Tot der Branche, sondern bestenfalls von einer ruhigen Phase sprechen, so der Vorsitzende der Wintertagung DI Felix Montecuccoli.
Felix Montecuccoli, Rudolf Rosenstatter und Nikolaus Nemestothy waren die drei Forstreferenten am Grünland- und Viehwirtschaftstag im Rahmen der Wintertagung in Aigen im Ennstal. Graf Montecuccoli sah trotz der schwarzen Wolken am Himmel eine gute Zeit für die Forst- und Holzwirtschaft herankommen. Wenngleich die internationalen Märkte momentan auch wenig hoffnungsvoll seien, so sei doch der Holzverbrauch im Inland auf einem tollen hohen Niveau, und Holz sei generell heute mehr denn je in aller Munde.

Rudi Rosenstatter und Felix Montecuccoli mit der AMA Marketingmanagerin und Forstlady  Mag. Hermine Hackl auf der Wintertagung im steirischen Aigen im Ennstal.
Rudi Rosenstatter und Felix Montecuccoli mit der AMA Marketingmanagerin und Forstlady Mag. Hermine Hackl auf der Wintertagung im steirischen Aigen im Ennstal.


Waldverband Österreich Obmann Rudolf Rosenstatter, selbst Waldbauer bei Salzburg, verwies auf den hohen Anteil von Bauernwald am österreichischen Gesamtwald. Es läge bei 54 % und genau in diesem Wald seien auch die größten Reserve zu finden. Rund 7 Millionen Festmeter Holz würden jährlich ungenutzt in diesem Eigentumsbereich zuwachsen.Rostenstatter ist stolz darauf, heute in den Waldverbänden rund 55 000Mitglieder in 238 WWGs zu vereinen, und dabei rund 3,3 Mill. FM jährlich einzuschlagen. Ziel des Obmanns ist es, den Waldbesitzer zur Waldpflege und Bewirtschaftung zu animieren, denn das brach liegende Waldnutzungspotenzial gehöre genutzt, um Wertschöpfung sprich Einkommen zu erzielen.

DI Nikolaus Nemetothy sprach über das Gefahrenpotenzial bei der Waldarbeit und stellte Lösungsansätze vor. Er berichtete,.dass alleine im letzten Jahr in der Steiermark 13 Personen tödlich verunglückt seien und mahnte Vorsicht und überlegtes Handeln ein. Um das Risiko bei der Waldarbeit einzudämmen, empfiehlt es sich, forstliche Sperrzonen auszuweisen, persönliche Schutzausrüstung zu tragen, und bei der Arbeit keinerlei Risiko einzugehen.


Aktualisiert am: 19.02.2009 09:58
Landwirt.com Händler Landwirt.com User