Wintertagung 2010 des ökosozialen Forums

Auch dieses Jahr fand die Wintertagung Schweineproduktion in Gießhübl statt. Am 11. Februar diskutierte die österreichische Schweinebranche wichtige Zukunftsthemen.
Die diesjährige Wintertagung Schweineproduktion unter dem Generalthema „Chancen nutzen – Wie kann sich der österreichische Agrarsektor positionieren?“ stellte in Referaten und Podiumsdiskussionen Entwicklungen und Möglichkeiten dar, wie das Nahrungsmittel Schweinefleisch zum Nutzen aller beteiligten Sektoren bestmöglich am Markt plaziert werden kann.

VÖS-Obmann Walter Lederhilger, Niederösterreichs Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein Werner Schwarz und der Leiter des Mostviertler Bildungshofs Gießhübl Dir. Gerhard Arltrichter (v.l.) bei der Wintertagung.
VÖS-Obmann Walter Lederhilger, Niederösterreichs Agrar-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, der Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein Werner Schwarz und der Leiter des Mostviertler Bildungshofs Gießhübl Dir. Gerhard Arltrichter (v.l.) bei der Wintertagung.
Einig waren sich die Referenten, dass nur starke Gütesiegel mit dem Schwerpunkt Herkunftsgarantie in relevanten Absatzmengen vom Konsumenten honoriert werden, wobei die Standards höher und die privaten Kontrollen der Verarbeitungsbetriebe und Eigenmarken der Handelsketten mehr werden.

Gentechnik in der Veredlung
Die gentechnikfreie Fütterung wird auch in Zukunft laut einer aktuellen Studie der AGES nur bei Milch und Mastrindern, nicht aber in der Schweine- und Geflügelhaltung möglich sein, weil einige Vitamine zunehmend mithilfe von GVO hergestellt werden. Die Struktur des österreichischen Futtermittelsektors ist zudem derzeit nicht dazu geeignet, parallel GVO und gentechnikfreie Futter verschleppungsfrei flächendeckend bereitzustellen.
Ein Produktionskostenvergleich zwischen Österreich und anderen EU-Ländern bescheinigt unseren Schweinehaltern eine schlechtere Position – aber, so Robert Hoste von der Universität Wageningen: Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung, der gemischten Produktion und der besseren Marktpreise sind die österreichischen Betriebe stabil und marktfähig gegenüber den großen Mitbewerbern.

Tagungsmappe


Aktualisiert am: 09.03.2010 14:43
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