Wintergersten Sorten für Österreich 2016/17

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Die Getreideernte ist abgeschlossen, jetzt machen wir Landwirte uns Gedanken über den Anbau für die nächste Saison. Doch welche Sorte passt besser zu unserem Betrieb?
Vergleichen Sie schnell und einfach die besten Gerstensorten miteinander. Foto: Landpixel
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Mehrzeilige Sorten sind in den meisten Gebieten leistungsfähiger als zweizeilige Sorten. In den Prüfungen des Alpenvorlandes übertrafen sie die Zweizeiligen ertraglich um 6 bis 13 %, im Pannonikum hingegen nur um 2 bis 7 %. Bei den Inneren und Äußeren Eigenschaften haben allerdings die Zweizeiler die Nase vorn.

Zweizeilige Sorten
Die standfeste, später reifende und schwächer sortierende CARIBIC hat ihren Schwerpunkt in den Übergangs- und Feuchtlagen. SU VIRENI entspricht in allen Gebieten und bringt zuverlässige Erträge. Die gegen Mehltau und Zwergrost widerstandsfähige VALENTINA zeigte in Ostösterreich und im Alpenvorland ihre besten Leistungen. Um ihr Potenzial auszuschöpfen, benötigen Valentina und SU Vireni nicht so dichte Bestände wie Caribic und Sandra. Die kurzhalmige und standfeste ANEMONE zählt im Alpenvorland zu den ertragsstabilsten Sorten. SANDRA sollte als klassischer Bestandesdichtetyp 800 bis 950 Ähren/m2 erreichen. Wo Frühreife gefragt ist, bietet sich ARCANDA an. In Jahren mit anhaltender Blattnässe während des Schossens wird sie aber mehr von Netzflecken heimgesucht. ESTORIA ist großkörnig, trotz mittlerer Halmlänge gut standfest und passt sowohl für Gunstlagen als auch für das Mühl-und Waldviertel. Die kurzstrohige, standfeste und strohstabile HANNELORE eignet sich besonders für Veredelungsbetriebe des Alpenvorlandes.

Mehrzeilige Sorten
Die mittelgut standfeste KWS TONIC war in den Versuchen von 2016 Ertragssieger und passt für alle Gebiete. Da es sich um einen Einzelährentyp handelt, genügen Bestände mit 450 bis 600 Ähren/m2. AZRAH ist im Alpenvorland ertragstreu, im Pannonikum erwies sie sich etwas sensibler für Frost. KWS MERIDIAN kann Blattkrankheiten mittelgut abwehren und zählt zu den leistungsfähigsten Gerstensorten. Der Schwerpunkt von CARMINA liegt im Trockengebiet und bei extensiveren Produktionsweisen in Feucht- und Übergangslagen. Die mittelfrühe HENRIETTE empfiehlt sich für das Alpenvorland, ihre Kornqualität reicht an jene der Zweizeiligen heran. Die einige Tage später reifende und standfeste SEMPER bringt ihre Vorzüge auf besseren Böden Ostösterreichs sowie im Feuchtgebiet zur Geltung. CHRISTELLE ist empfindlich für strenge Kahlfröste wie im Februar 2012. In den Folgejahren brachte Christelle wieder mittlere bis gute Ertragsleistungen.

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Aktualisiert am: 29.08.2016 10:40

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