Wiesenrispe macht Grasnarbe dicht

Eine dichte Grasnarbe ist das Ziel. Je dichter sie ist, desto besser ist der Schutz vor ungewollter Verkrautung oder Verfilzung. Die Wiesenrispe als Untergras schließt Lücken dauerhaft und liefert mit hohem Blattanteil gute Erträge.
Die Wiesenrispe ist in der Lage, eine dichte Grasnarbe zu bilden.
Die Wiesenrispe ist in der Lage, eine dichte Grasnarbe zu bilden.
Typische Wiesengräser wie Glatthafer, Knaulgras oder Lieschgras werden nach ihrem Wuchsbild zu den Horstbildnern gezählt. Diese Wuchsform führt zu dominanten, hoch aufwachsenden und ertragsstarken Pflanzen. In der unmittelbaren Umgebung des Horstes verhindert der dominante Wuchs die Entwicklung weiterer Horste und so können sich in den Lücken zwischen den Horsten Kräuter oder konkurrenzschwächere Gräser ansiedeln. Diese unerwünschten Lückenfüller können sich bei gut entwickelten Horstgrasbeständen nicht großflächig ausbreiten. Anders sieht es aus, wenn die Horstgräser geschwächt werden und im Bestand zurückgehen. Mehr als 3 Nutzungen pro Jahr schwächen die Horstgräser langfristig und ihr Anteil geht zurück.

Untergras ist vielschnittverträglicher
Ganz anders verhalten sich Gräser die Ausläufer (wie Wiesenrispengras) oder Bestockungstriebe (wie Englisches Raygras) bilden. Diese, eher niedriger wachsenden Untergräser, sind in der Lage, eine richtige Grasnarbe zu bilden. Eine flächige Ausbreitung liegt in ihrem Wuchsverhalten begründet. Sie zeigen sich wesentlich toleranter bei einer höheren Nutzungsfrequenz. Da sie bodennah bereits grüne Blattteile ausbilden, erfolgt eine raschere Blattbildung nach der Nutzung, ohne dabei die Pflanzenreserven zu stark aufzubrauchen. Nur Grünlandbestände mit einem großen Anteil an solchen ausläuferteibenden Gräsern sind bei intensiver Nutzung langfristig stabil und auf eine regelmäßige Nachsaat nicht angewiesen.


Autor: DI Walter Starz, Bio-Institut LFZ Raumberg-Gumpenstein


Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 11 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weitere Artikel in dieser Ausgabe:

  • Trockensteherfütterung – welche Strategie wählen?
  • ÖAG Beilage: Kälberhaltung am Biobetrieb Teil 1
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Aktualisiert am: 17.05.2013 09:55
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