Wienerwald Elsbeere erstes NÖ Slow Food Produkt

Als erstes Slow Food Produkt aus Niederösterreich wurde kürzlich die Wienerwald Elsbeere bei der Messe Terra Madre in Turin ausgezeichnet. Die Slow Food Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, regionale Produkte, die unter den Kriterien „gut, nachhaltig und fair“ produziert werden, ausfindig zu machen und zu erhalten. Sie hat italienischen Ursprung und zählt derzeit rund 100.000 Mitglieder weltweit.
v.l.n.r.: Berlakovich, Robert Paget (Produzent Weingartenpfirsichmarmelade), Peter Zipser (Leiter Arche-Kommission in Österreich), Barbara van Melle (Leiterin Convivium Wien), Landesrat Josef Plank, Veronika und Nobert Mayer, Serena Milano (Geschaeftsfuehrerin Slow Food - Foundation for Biodiversity). Foto: Maurhart
v.l.n.r.: Berlakovich, Robert Paget (Produzent Weingartenpfirsichmarmelade), Peter Zipser (Leiter Arche-Kommission in Österreich), Barbara van Melle (Leiterin Convivium Wien), Landesrat Josef Plank, Veronika und Nobert Mayer, Serena Milano (Geschaeftsfuehrerin Slow Food - Foundation for Biodiversity). Foto: Maurhart
Nun konnte nach langer Vorarbeit der erste Förderkreis in NÖ von Slow Food International bekannt gegeben und der Elsbeer-Förderkreis eröffnet werden.

Im Zuge der alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Slow Food Konferenz Terra Madre wurde dieser Förderkreis einem internationalen, interessierten Publikum präsentiert. „Ich gratuliere den bäuerlichen Betrieben zu dieser Auszeichnung recht herzlich und wünsche viel Erfolg bei der Vermarktung der Produkte rund um die Elsbeere“, erklärte Landesrat Josef Plank.

Das Elsbeerreich erstreckt sich vom östlichen Weinviertel bis zum westlichen Wienerwald. Seit Jahrhunderten wird dort ein einzigartiger Elsbeerbaumbestand bewirtschaftet, aus dessen Früchten durch hohen Einsatz von handwerklicher Landwirtschaft der Elsbeerbrand entsteht. Um den Erhalt des Baumbestandes hat sich ein Kreis von landwirtschaftlichen Betrieben gebildet, die pro Jahr 250 Liter dieser Spezialität produzieren. Zusammen bewirtschaften diese Betriebe ungefähr ein Drittel der Elsbeerbäume. Der Förderkreis soll nun dazu beitragen, die Bewirtschaftung der Bäume zu erweitern und die Verarbeitung der Früchte zu erhalten. „Damit tragen unsere landwirtschaftlichen Betriebe zur Erhaltung unserer Kulturlandschaft bei und stärken damit das regionale Selbstbewusstsein und die Erzeugung von regionalen Produkten. Dadurch wird auch regionale Wertschöpfung erzielt, die ganz im Sinne der Aktion So schmeckt NÖ ist“, betonte Plank.


Aktualisiert am: 06.11.2008 10:36
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