Wie Kinder Medien sinnvoll nutzen

Wenn „Blechtrottel“, TV-Gerät, Videorekorder oder Gameboy zum Lebensmittelpunkt eines Kindes werden, ist es höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen. Folgend ein paar Tipps zum richtigen Umgang und Zugang der Kinder zu den diversen Medien.



Die Zeit vor dem Fernseher soll nach dem Aller des Kindes begrenzt sein.
Die Zeit vor dem Fernseher soll nach dem Aller des Kindes begrenzt sein.
Medien nicht wahllos, sondern alters- und typgerecht konsumieren.

Kein TV-Gerät im Kinderzimmer!

Medienkonsum erst nach dem 2. Lebensjahr: Kleinkinder können Medieneindrücke noch kaum verarbeiten.

Medienkonsum für kleine Kinder nur im Beisein der Eltern: Kinder bis zum 5. Lebensjahr können Phantasie und Realität nicht trennen und brauchen besondere Unterstützung.

Vorschulkinder keine Nachrichtensendungen für Erwachsene ansehen lassen.

Keine aufregenden Sendungen vor dem Schlafengehen. Zwischen TV-Konsum und dem Bettgehen sollten mindestens zwei Stunden vergehen, um das Kind zur Ruhe kommen zu lassen.

Nicht wahllos Sendungen sehen lassen: kindgerechte Programme aussuchen, am besten auf Video aufnehmen und gemeinsam mit dem Kind ansehen. So können Eltern gezielt auf Fragen eingehen und bei Bedarf die Sendung zurückspulen.

Das Kind nie ohne Erlaubnis das TV-Gerät einschalten lassen.

Medienkonsum zeitlich beschränken: für Vorschulkinder auf maximal eine Stunde pro Tag; für Volksschulkinder auf 1,5 Stunden und ab dem 10. Lebensjahr auf maximal zwei Stunden täglich.

Beim Surfen im Internet sollten Eltern darauf achten, welche Quellen ihr Kind „anzapft“.

Am besten gemeinsam im Web surfen; das Medium gezielt zur Informationssuche und für bestimmte Aufgaben – etwa das Buchen eines Urlaubs – nutzen.

Den Gameboy nicht verbieten, aber reglementieren: Bestimmte Zeiten für die Nutzung festlegen.

Als Eltern einen maßvollen und überlegten Medienkonsum vorleben und Medien keinesfalls als Babysitter missbrauchen.

Rechtzeitig Hilfe holen, wenn Sie sich Sorgen über den Medienkonsum Ihres Kindes machen und merken, dass Sie keinen Zugang mehr zu Ihrem Kind haben.

Die Familienberatungsstellen bieten in allen Bundesländern kostenlose, vertrauliche und auf Wunsch anonyme Hilfe.


Autor:
Aktualisiert am: 11.07.2005 18:09
Landwirt.com Händler Landwirt.com User