Wichtiger Meldetermin bei der SVB: 31. März

Bis zu diesem Zeitpunkt müssen bestimmte Meldungen oder Anträge bei der SVB eingelangt sein, damit sie als rechtzeitig eingebracht gelten. Nur eine rechtzeitige Meldung wahrt Rechte und sichert Leistungsansprüche.
Für die Bemessung der Beiträge stehen den bäuerlichen Betriebsführern zwei Möglichkeiten offen. Grundsätzlich wird vom Einheitswert des bewirtschafteten land(forst)wirtschaftlichen Betriebes ausgegangen. Der Betriebsführer kann aber auch beantragen, dass die Beiträge anhand der tatsächlichen Einkünfte gemäß dem Einkommensteuerbescheid bemessen werden – das ist die so genannte „Beitragsgrundlagenoption“. Als jährliche Beitragsgrundlage werden dann alle land(forst)wirtschaftlichen Einkünfte aus dem Einkommensteuerbescheid zuzüglich der im Beitragsjahr vorgeschriebenen Beiträge zur Kranken- und Pensionsversicherung herangezogen. Ein schriftlicher Antrag, wenn er bis spätestens 31. März 2006 bei der SVB einlangt, gilt für die Beitragsberechnung 2005 und automatisch auch für die folgenden Jahre.

Der Betriebsführer hat jedoch auch die Möglichkeit, nur für die Nebentätigkeiten die Berechnung laut Einkommensteuerbescheid zu beantragen. Die Beiträge für den Flächenbetrieb hingegen werden dann weiter nach dem Einheitswert berechnet. Ein Antrag für diese so genannte „kleine Option“, der bis zum 31. März 2006 bei der SVB einlangt, gilt für die Nebentätigkeiten ab dem Jahr 2005.

Wo ein bestimmtes Einkommen erwirtschaftet wird, sind dafür die entsprechenden Beiträge zu leisten, die jedoch auch Auswirkungen auf der Leistungsseite haben. Daher sind die Einnahmen, die aus einer im Jahr 2005 ausgeübten land(forst)wirtschaftlichen Nebentätigkeit resultieren, der SVB unaufgefordert bis zum 31. März zu melden. Ansonsten ist die SVB gesetzlich verpflichtet, einen Beitragszuschlag im Ausmaß von 5 Prozent des gesamten nachzuzahlenden Betrages vorzuschreiben. Achtung: Es zählt das Datum des Einlangens der Meldung bei der SVB.

Neu ist, dass der Betriebsführer bestimmen kann, dass Beitragsgrundlagen aus einer Nebentätigkeit einem bestimmten Familienmitglied – Ehepartner, Kind, Enkel, Wahl-, Stief- oder Schwiegerkind, Übergeber – zugerechnet werden. Dies ist besonders in Anbetracht des persönlichen Pensionskontos im neuen Pensionsrecht wichtig, denn damit wird die Beitragsgrundlage der begünstigten Person und damit die spätere Leistung erhöht. Ein solcher Antrag für das Jahr 2005 ist bis spätestens 31. März 2006 bei der SVB einzubringen.

Gerade der Umstieg auf die Beitragsgrundlagenoption ist mit einigen beitragsrechtlichen Änderungen (z.B. andere Mindestbeitragsgrundlage, Zusatzbeitrag), aber auch steuerrechtlichen Aspekten verbunden. Daher ist bei Unklarheiten eine rechtzeitige Beratung im Vorfeld durch die Mitarbeiter der SVB sinnvoll. Das Sprechtagsangebot kann österreichweit meist in den Bauernkammern in Anspruch genommen werden.

Damit sozialrechtliche Ansprüche gewahrt werden und man sich zudem Ärger erspart, sollte diese wichtige Meldefrist im persönlichen Interesse eingehalten werden.

Kontakt zur SVB


Aktualisiert am: 23.03.2006 11:18
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