Wertholzsubmission: Ahorn teuerster Stamm in NÖ

Mit einem Rekordpreis von 7.000 Euro pro Festmeter für einen Riegelahorn und mit einem Gesamtergebnis von rund 365.000 Euro hat sich die Laubholzversteigerung zu einer fixen und sehr erfolgreichen Vermarktungsschiene für die NÖ Waldbesitzer entwickelt.
(v.l.n.r.): Vizepräsidentin der LK NÖ Theresia Meier, Franz Ebner, Obmann NÖ Waldverband Josef Binder, Abt Gregor Ulrich Henckel Donnersmarck, Sonja Zwazl, Dr. Stephan Pernkopf, DI Andreas Zuser
(v.l.n.r.): Vizepräsidentin der LK NÖ Theresia Meier, Franz Ebner, Obmann NÖ Waldverband Josef Binder, Abt Gregor Ulrich Henckel Donnersmarck, Sonja Zwazl, Dr. Stephan Pernkopf, DI Andreas Zuser
Niederösterreich ist ein Waldland. 40% der Landesfläche sind bewaldet, Tendenz steigend. Der Forst ist damit ein unverzichtbarer Teil der Landschaft, gleichzeitig aber auch wirtschaftlich, ökologisch und sozial von großer Bedeutung.“, sagte Landesrat Dr. Stephan Pernkopf.
„Die positive Grundstimmung am Holzmarkt wird durch eine äußerst erfolgreiche Laubholzversteigerung verstärkt. Das heurige Ergebnis hat gezeigt, dass qualitativ hochwertiges Holz jederzeit gefragt ist. Die Submission hat damit ihren Stellenwert als wichtiger Einkommensfaktor für die NÖ Waldbesitzer gefestigt und ist ein Erfolgsmodell der LK und des Waldverbandes“, so LK NÖ Vizepräsidentin Theresia Meier und der Obmann des NÖ Waldverbandes Josef Binder.

Holz als Wirtschaftsmotor
Rund 3.800 Betriebe sind in Niederösterreich im Bereich der Holzbearbeitung und Holzverarbeitung aktiv. Der Großteil davon entfällt auf die Tischler und das holzverarbeitende Gewerbe, gefolgt vom Holzhandel. Der gesamte holzbe- und -verarbeitende Bereich sorgt für rund 22.000 Menschen für Beschäftigung. Die Holzindustrie - inklusive der Sägeindustrie - in Niederösterreich erreichte zuletzt eine abgesetzte Produktion mit einem Wert von rund 1,4 Milliarden Euro.

Bergahorn teuerster Stamm
Trotz des Trends zu dunklen Baumarten war der Bergahorn preislich keinen Modeschwankungen unterlegen. Er war gleichzeitig auch teuerster Stamm Niederösterreichs und erzielte einen Rekordpreis von rund 7.000 Euro. Klassische Einsatzgebiete der Top Stämme sind Ausstattungen für Hochseeyachten, Hotels aus Top Kategorien und Armaturen von Luxuslimousinen. Der teuerste Stamm geht nach Deutschland, wird dort verarbeitet und findet seine Bestimmung im Yachtbau.

Das Prinzip der Submission
Der Erfolg der Submission ist leicht erklärt: Waldbauern erhalten im Regelfall einen viel höheren Preis als beim direkten Verkauf an ein Sägewerk. Die Käufer können aus einer breiten Auswahl nach ihren Anforderungen auswählen. Eine eingehende Besichtigung sorgt dafür, dass die Holzhändler nicht die Katze im Sack kaufen müssen. Im Gegensatz zu den allgemein bekannten Versteigerungen nach dem Schema „zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten – verkauft!“ erfolgt bei der Submission die Angebotslegung verdeckt. Jeder Käufer bewertet die für ihn interessanten Stämme und übermittelt sein Anbot in einem verschlossen Briefumschlag an den Veranstalter. Am festgelegten Tag der Offertöffnung werden die Anbote einander gegenüber gestellt und der Bestbieter erhält den Zuschlag. Ein „Nachbessern“ ist zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.
Die Laubholzsubmission wurde mit dem österreichischen Agrarpreis 2009 ausgezeichnet.


Aktualisiert am: 31.01.2011 15:32
Landwirt.com Händler Landwirt.com User