Wertholz-Submission als innovativer Vermarktungsweg

Waldverbände wurden mit dem Agrar.Projekt.Preis 2009 ausgezeichnet.
Auf den Aktionstagen besteht die Möglichkeit, Stämme und Preise zu vergleichen.
Auf den Aktionstagen besteht die Möglichkeit, Stämme und Preise zu vergleichen.
"Die nieder- und oberösterreichischen sowie die steirischen Waldverbände beschreiten seit neun Jahren in Kooperation mit den Landwirtschaftskammern einen äußerst innovativen Weg der Holzvermarktung. Im Gegensatz zu allgemein bekannten Versteigerungen erfolgt die Angebotslegung bei der sogenannten Wertholz-Submission schriftlich und der Bestbieter erhält den Zuschlag. Der Waldbesitzer lukriert einen höheren Erlös und somit einen betriebswirtschaftlichen Mehrwert. Umso erfreulicher sei es, dass die Waldverbände für die jährlich organisierten Submissionen im Rahmen des Agrar.Projekt.Preises 2009 in der Kategorie Gemeinschaftsprojekt mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurden", stellt Rudolf Rosenstatter, Obmann des Waldverbandes Österreich, fest.

Aktionstage
Im Zusammenhang mit den Wertholz-Submissionen werden Aktionstage veranstaltet, dabei besteht die Möglichkeit die aufgelegten Stämme und die erzielten Preise zu vergleichen. "Diese Aktionstage sind immer gut besucht und Ziel vieler Exkursionen. Sie haben sich auch als effektives Beratungsmittel zur Forcierung der Laubholz-Bewirtschaftung etabliert. Es kommt zu einer nachhaltigen Bewusstseinsbildung für die Notwendigkeit einer fachgerechten Laubholzpflege und einer Stärkung des Images dieser Holzarten", erklärt Rosenstatter. Die gestern erfolgte Auszeichnung gebühre all jenen, die vor und hinter den Kulissen zum reibungslosen Ablauf der Submissionen und somit zum Erfolg der Waldbesitzer beitragen, bedankt sich der Obmann.

Bestpreise bis zu 7.000 Euro pro Festmeter
Seit 2001 wurden 22 Submissionen mit knapp 25.000 Festmeter (fm) Laubwertholz für mehr als 7.000 Waldbesitzer organisiert. Die qualitativ hochwertigen Stämme aus PEFC-zertifizierten Wäldern brachten einen Umsatz von rund 8,5 Mio. Euro. Unabhängig von der Baumart beträgt der Durchschnittserlös somit 340 Euro/fm. Am gefragtesten ist der Riegelahorn. Bevor es die spezielle Vermarktungsmöglichkeit über die Submissionen gab, lagen die Preise für Riegelahorn bei 200 bis 300 Euro/fm, da dieser mit anderem Laubholz mitübernommen wurde. Bei den Submissionen erzielt diese Holzart jedoch Bestpreise von bis zu 7.000 Euro/fm. Verarbeitet werden derartige Hölzer zum Beispiel in exklusiven Inneneinrichtungen oder im Schiffs- und Instrumentenbau.
Die Vorbereitungen für die Wertholz-Submissionen 2010 laufen bereits. Die Mitarbeiter der Waldverbände stehen den Forstbesitzern für Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Nähere Informationen und Termine sind unter Waldverband erhältlich. (aiz)


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Aktualisiert am: 17.11.2009 15:05
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