Wenn Landschaftspflege kleinbäuerliche Strukturen fördert

Oberpfälzer Landschaftspflegeverbände sorgen unter der Marke Juradistl dafür, dass Landwirtschaft extensive Grünlandlagen pflegt. Schäfer und Landwirte profitieren davon gleichermaßen wie Gastronomen, Verbraucher und die Kulturlandschaft.
15 Schäfer und seit letztem Jahr auch sieben Rinderhalter nehmen am Juradistl-Programm teil.
15 Schäfer und seit letztem Jahr auch sieben Rinderhalter nehmen am Juradistl-Programm teil.
Zwischen acht und 14 % über dem üblichen Marktpreis bekommen Landwirte und Schäfer pro Kilogramm Fleisch. Nach Aufschlag der Systemgebühr hat der Verbraucher 10–20 % mehr zu tragen. Kennern ist nicht nur das zarte Fleisch mit der feinen Marmorierung den Preis wert. Auch Regionalität ist hier mehr als Formsache. Sie wurde sogar von der Zeitschrift Öko-Test als besonders empfehlenswert ausgezeichnet. Juradistl ist Naturschutz auf dem Teller. 15 Schäfer und sieben Rinderhalter haben sich bisher dem Verbund angeschlossen. Seit Beginn des Projekts im Jahr 2004 wurden unter der Marke Juradistl- Lamm 9.500 Lämmer vermarktet. Inzwischen profitieren auch Mutterkuhbetriebe vom Verbundprojekt der Landschaftspflegeverbände und produzieren unter dem Namen Juradistl-Weiderind. Rein biologisch wird das Fleisch zwar nicht produziert, dafür landschaftspflegend mit positiver Auswirkung auf die Artenvielfalt.

Erfahren Sie mehr zu diesem Thema in der aktuellen Ausgabe 15/12 des fortschrittlichen Landwirts.

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 23.07.2012 10:23
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