Weniger Winterweizen durch Frostschäden in Deutschland

Durch den Frost hat sich der Anbau von Sommerkulturen stark ausgedehnt. Die Anbauflächen der einzelnen Kulturen haben sich erheblich verschoben.
Der Anbau von Sommerkulturen hat sich aufgrund von Frost stark ausgedehnt.
Der Anbau von Sommerkulturen hat sich aufgrund von Frost stark ausgedehnt.
Große Frostschäden an Winterkulturen haben in Deutschland zu einer erheblichen Verschiebung der Anbauflächen geführt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bekannt gab, fällt die Anbaufläche von Winterweizen zur Ernte 2012 mit 2,87 Mio. ha um 9,5% kleiner aus als im Vorjahr. In den Bundesländern Hessen und Niedersachsen verringerte sich das Winterweizenareal sogar um 42 % beziehungsweise 21 %. Auch bei der Wintergerste waren die Einbußen erheblich. Die Fläche schrumpft gegenüber 2011 um 8,0 % auf 1,08 Mio. ha Wintergerste. Erfrorene Bestände an Winterkulturen wurden größtenteils umgebrochen und mit Sommerkulturen bestellt. Dadurch stehen in Deutschland heuer rund 545.000 ha Sommergerste zur Ernte an, fast ein Drittel mehr als 2011.
Die mit Sommerweizen bestellte Fläche wuchs sogar um 182,1 % auf gut 193.000 ha. Hafer expandierte von 143.200 ha auf 157.900 ha. Auch den Maisanbau dehnten die Landwirte kräftig aus. Silomais bedeckt heuer 2,15 Mio. ha. Das entspricht einem Zuwachs von 6,1 %. Der Anbau von Körnermais und Corn-Cob-Mix legte um 8,4 % auf 529.000 ha zu. Der Kartoffelanbau verlor 5.400 ha und fiel auf 253.200 ha zurück, während 409.300 ha Zuckerrüben gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 2,8 % bedeuten.


Aktualisiert am: 25.05.2012 10:56
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