Weniger Schweine im ersten Halbjahr 2010 in Österreich

Mittelfristig rechnen die Experten mit einer etwas rückläufigen Schweineproduktion in Österreich. Für das erste Halbjahr 2010 wird eine Produktion von 2,35 Mio. Tieren erwartet, das entspricht einem Minus von 4,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allerdings nehmen auch die Importe von Schlachtschweinen zu.
Die Bundesanstalt für Agrarwirtschaft geht in ihrer aktuellen Prognose davon aus, dass die Bruttoeigenerzeugung heuer mit 4,831 Mio. Schweinen um 0,2% leicht unter jener von 2008 liegen wird. Die Experten beziehen sich in ihren Berechnungen auf die Schweinezählung zum Stichtag 01.06.2009, diese ergab einen Gesamtschweinebestand von rund 3,15 Mio. Stück. Das ist im Jahresvergleich ein Rückgang um 0,9%.


Außenhandelsbilanz: Höheres Gesamtangebot an Schweinen

Importe von Schlachtschweinen nehmen zu
Importe von Schlachtschweinen nehmen zu
Allerdings nehmen heuer auch die Importe von Schlachttieren zu und erhöhen das Gesamtangebot. Auch 2008 zeigte der Außenhandel mit Lebendschweinen und Schweinefleisch wie in den vorhergehenden Jahren Volumenssteigerungen. So stiegen im Jahresvergleich die Lebendschweine-Importe um 2,8% auf rund 830.000 Stück und die Exporte um 9,1% auf 112.000 Tiere. Die Fleischeinfuhren betrugen laut Bundesanstalt umgerechnet rund 1,92 Mio. Stück, was einer Zunahme um 12,3% entsprach. Die Ausfuhren von Schweinefleisch erhöhten sich um 18,6% auf 2,7 Mio. Stück. Im ersten Halbjahr 2009 betrug der Import lebender Schweine rund 326.000 Stück und der Export 51.000 Stück. Die Einfuhren an Schweinefleisch beliefen sich auf umgerechnet 987.000 Stück, die Ausfuhren auf 1,21 Mio. Tiere. In Summe wurden damit im ersten Halbjahr 2009 rund 1,31 Mio. Schweine importiert und rund 1,26 Mio. exportiert, womit sich gemäß den vorläufigen Außenhandelszahlen ein Importüberhang von rund 50.000 Stück ergab.


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Aktualisiert am: 22.10.2009 14:39
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