Weltmarkt für Käse wächst rasch

Der Welthandel mit Käse und Magermilchpulver ist von Jänner bis einschließlich September 2010 um 14% bzw. 14,5% gestiegen. Das geht aus einem Bericht der niederländischen Marktorganisation Productschap Zuivel (PZ) hervor.
Der Markt für Käse gedeiht, ganz anders bei der Butter- hier sank der Handel um rund 9%.
Der Markt für Käse gedeiht, ganz anders bei der Butter- hier sank der Handel um rund 9%.
Das starke Wachstum der globalen Käsenachfrage kam vor allem europäischen Exporteuren zugute. Die EU steigerte die Käseausfuhr in den ersten drei Quartalen 2010 um 18%. Durch das überdurchschnittliche Wachstum nahm der Weltmarktanteil der Europäischen Union von 44% auf 46% zu. Allein Deutschland erhöhte den Käseexport in Drittstaaten um 43%, gefolgt von den Niederlanden mit einem Plus von 21% und Frankreich mit 16%. Neuseeland verlor hingegen Marktanteile. Die USA überholten Australien als drittgrößter Exporteur. Die wichtigsten Absatzmärkte waren Russland und Japan mit einem Zuwachs von 25% beziehungsweise 22%.

Magermilchpulverausfuhr – EU neuer Weltmarktführer
Die Ausfuhr von Magermilchpulver auf den Weltmarkt konnten die EU-Mitgliedstaaten im Berichtszeitraum um 86% ausdehnen. Damit übernahm die EU die Position des Weltmarktführers von den USA, die ein Plus von 44% verzeichneten. Fast ein Drittel der weltweiten Exporte von Magermilchpulver wird von der EU bestritten. Ein Jahr zuvor waren es erst 21%. Neuseeland und Australien schränkten die Lieferungen um 16% beziehungsweise 32% ein. Bei Vollmilchpulver waren die Neuseeländer hingegen auch von Jänner bis September 2010 mit Abstand Weltmarktführer. Sie konnten ihren Export sogar nochmals weit überdurchschnittlich um 14% steigern. Wichtigster Kunde ist China. Die Volksrepublik verdoppelte ihre Einfuhr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum annähernd auf deutlich über 200.000 t. Die EU schränkte die Ausfuhr von Vollmilchpulver weiter ein und zwar um 6%.

Butter und Butterölhandel geht zurück
Der Welthandel mit Butter und Butteröl ging von Jänner bis September 2010 um rund 9% auf 475.000 t zurück. Neuseeland drosselte den Export um 18% und die EU-Mitgliedstaaten um 4%, Australien sogar um mehr als ein Drittel. Auf der Importseite steigerte vor allem Russland trockenheitsbedingt die Einfuhr, nämlich um 18% auf knapp 50.000 t. An zweiter Stelle der größten Importeure folgte der Iran mit einem Zuwachs von 27%, während das ebenfalls bedeutende Defizitland Ägypten seinen Einkauf auf dem Weltmarkt um 39% reduzierte. (AIZ)

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Aktualisiert am: 25.01.2011 14:40
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