Weltbiomasseverband unter neuem Vorsitz

Der Österreicher Dr. Heinz Kopetz übernimmt den Vorsitz des Weltbiomasseverbandes.
Der Ehrenpräsident des Österreichischen- und ehemalige Präsident des Europäischen Biomasse-Verbandes wurde nun im Zuge der Generalsversammlung des Weltbiomasseverbandes einstimmig zum Vorsitzenden ernannt. Dr. Heinz Kopetz tritt dabei die Nachfolge von Kent Nystrom an, der schon vor längerer Zeit seinen Rückzug angekündigt hatte. Des Weiteren nehmen die aus Kenya stammende Prof. Judith Wakhungu, Andrew Land aus Australien sowie Douglas Bradley, Kanada ihre Positionen als Stellvertreter von Kopetz ab Juni ein.

40–50 % Biomasse angestrebt


Der Weltbiomasseverband steht als Sprachrohr der Bioenergie-Industrie im Zentrum globalen Interesses und setzt sich für eine Ausweitung der nachhaltigen, effizienten Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen weltweit ein. Der scheidende Präsident, Kent Nystrom, galt über viele Jahre hinweg als Schirmherr der Bioenergie-Branche, zuerst im schwedischen Biomasseverband, dann als Präsident des Europäischen Biomasseverbandes und seit 2008 an der Spitze des Weltbiomasseverbandes. Auch sein Amtsnachfolger, Dr. Heinz Kopetz, steht für eine Ausweitung der Biomasse als wichtigste erneuerbare Energiequelle und festigt damit seinen Ruf in den internationalen Energie-Fachkreisen. In ersten Interviews konstatierte Kopetz, dass das globale Energiesystem aus Klima- und Versorgungsgründen in den kommenden Jahrzehnten auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden und die Biomasse dazu einen Beitrag von 40–50 % erbringen müsse. Der rasche Ausbau der erneuerbaren Energien sei sowohl für Europa wie weltweit die sinnvollste Maßnahme zur Schaffung neuer Arbeitsplätze.


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Aktualisiert am: 11.06.2012 16:17
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