Welt-Eitag am 14. Oktober 2011

Bereits zum 15. Mal findet heuer der Welt-Eitag statt. Grund genug dieses wertvolle Lebensmittel in den Mittelpunkt zu rücken und die Marktsituation genauer zu betrachten.
Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Eiern liegt bei 233 Stück.
Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Eiern liegt bei 233 Stück.
Neben Obst und Milch sind Eier wertvolle Lebensmittel. Das Ei liefert essentielle Fettsäuren. Diese können vom Körper selbst nicht aufgebaut werden. Vor allem die Omega-3 Fettsäuren sind es, die das Ei so unverzichtbar für Gehirn und Nervensystem machen.

Das Ei ist:

  • Brain Food wegen des enthaltenen Lecithins, das das Gehirn in Schwung hält.
  • Beauty Food, wegen des enthaltenen Biotins und Vitamin E, die als Schönheitselexier wirken.
  • Power Food aufgrund seines biologisch hochwertigen Eiweißes, das als idealer Energie-Lieferant dient.
  • Balanced Food wegen seiner vielen Vitamine, die für Ausgeglichenheit und Wohlbefinden sorgen (z.B. Vitamin A stärkt die Sehkraft, Vitamin D fördert die Knochenfestigkeit)


Der Pro-Kopf-Verbrauch an Eiern in Österreich lag 2010 bei 233 Stück (inklusive Eiern in Verarbeitungsprodukten). Die Deutschen liegen dahinter mit nur 214 Eiern Pro-Kopf und Jahr. Durchschnittlich gab ein Österreicher im Jahr rund 25 € für Frischeier aus.
In Summe wurden im Jahr 2010 rund 680 Mio. Schaleneier im Wert von 163 Mio. € abgesetzt. Vor allem Konsumenten im Alter von 60 plus kauften mit 128 Stück die meisten Frischeier. Konsumenten bis 29 Jahren dagegen nur 58 Frischeier.
Durchschnittlich zahlt ein österreichischer Haushalt 25 Cent im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) pro Ei.

Bilanz zum Käfighaltungsverbot


Seit 2009 ist die Käfighaltung von Legehennen in Österreich gesetzlich verboten. Käfigeier sind erstmals seit 2010 so gut wie vollständig aus dem LEH verschwunden. Das erklärt auch den Anstieg der Durchschnittspreise bei Eiern.
Als Haupteinkaufsquelle im ersten Trimester (Jänner-April) 2011 gilt vor allem der LEH, der mit 80 % den Ab-Hof-Verkauf zurückdrängt. Die alternativen Vertriebsquellen wie Ab-Hof-Vermarktung und Bauernmarkt liegen bei 20 %.
Laut AMA-Umfragen stammen die meisten Eier (68,5 %), die über den LEH vermarktet wurden, im ersten Trimester 2011 aus Bodenhaltung; gefolgt von „Nicht-Bio-Freilandeiern mit 21 % und „Bio-Freilandeiern mit rund 10,5 %.
In deutschen Eierbechern stammt nahezu jedes zweite Ei aus dem Ausland. Nach vorläufigen Angaben importierten deutsche Unternehmen 2010 insgesamt 8,1 Milliarden Eier.


Aktualisiert am: 10.10.2011 17:21
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