Welche Fungizide bei Raps einsetzen

Mit dem Einsatz von Fungiziden bei Raps können sowohl Ertrag als auch Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Die Wirkungen der einzelnen Produkte wurden im Praxisversuch getestet. Die Erkenntnisse daraus sind sehr praxisrelevant.
Die Fungizidbehandlung sollte zwischen dem 6- und 8-Blattstadium durchgeführt werden.
Die Fungizidbehandlung sollte zwischen dem 6- und 8-Blattstadium durchgeführt werden.
Fungizide in Raps haben eine ertragssteigernde und ertragssichernde Wirkung. Gute Rapspreise rechtfertigen verstärkt den gezielten Einsatz von Fungiziden. Von den Rapsfungiziden sind zum einen die Azole (Folicur, Tilmor, Caramba,…) zu nennen. Diese haben neben ihrer fungiziden Wirkung auch einen wachstumsregulierenden Effekt. Carax und Toprex sind Mischungen aus Azolen und Wachstumsregler und haben daher einen noch stärkeren wuchsregulierenden Effekt.

Einkürzen im Herbst
Der erste Termin ist die Herbstanwendung zum Einkürzen der Pflanzen und damit zur Steigerung der Frostresistenz im Winter. Diese Anwendung sollte im 6- bis 8-Blattstadium des Rapses durchgeführt werden. Mittel mit wachstumsregulierendem Effekt (Toprex, Carax,…) kürzen stark ein. In unseren Versuchen wurden die Bestände von 35 cm Wuchshöhe in der unbehandelten Kontrollgruppe auf 17 cm bei der Carax-Variante eingekürzt. Durch das Einkürzen werden kleine und kompakte Pflanzen geschaffen, die besser über den Winter kommen. Zudem wird dadurch die Wurzelausbildung im Herbst gefördert.

Bereits seit mehreren Jahren führen wir in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer Oberösterreich Fungizidversuche bei Raps durch. Die Ergebnisse finden Sie in der Ausgabe 18/2012 des fortschrittlichen Landwirts.

Autor: Dipl.-HLFL-Ing. Franz KASTENHUBER, Agrarbildungszentrum Lambach

Aktualisiert am: 06.09.2012 17:06
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