Weizenernte 07 nach unten korrigiert

Das US-Agrarministerium (USDA) hat seine Prognose für die weltweite Weizenernte 2007/08 ein weiteres Mal deutlich nach unten korrigiert. Nun sollen 600,5 Mio t - und damit 5,8 Mio t weniger als noch im September angenommen - eingebracht werden.
Die weltweite Weizenernte wurde nach unten korrigiert.
Die weltweite Weizenernte wurde nach unten korrigiert.
Vor allem die Erzeugung in Australien ist gegenüber dem Vormonat um 7,5 Mio t auf 13,5 Mio t gesenkt worden. Hier wirken sich die Dürre und Hitze aus, die bereits im August begonnen hatten und bis in den Oktober hinein andauerten. Betroffen sind vor allem die östlichen Anbaugebiete Australiens, die während der kritischen Wachstumsstadien des Weizens nur wenig Feuchtigkeit erhalten haben. Die EU-27 soll nun 120,8 Mio t Weizen einbringen und damit 1,1 Mio t weniger, als noch im Vormonat geschätzt. Die Prognose für die GUS-Staaten hat das USDA um 3,3 Mio t heraufgesetzt; von diesem Plus entfallen allein 2 Mio t auf Kasachstan, das nun 16 Mio t Weizen erzeugen soll. Russlands Ernte wird bei 48 Mio t gesehen, während die Ukraine jetzt 13,8 Mio t einbringen soll.

Die gesteigerte Erzeugung der GUS-Staaten geht auf die über den Erwartungen liegenden Erträge bei Sommerweizen zurück. Argentiniens Ernte hat das Ministerium um 500.000 t nach oben auf 14,5 Mio t korrigiert. Die Niederschläge im September hätten die Bodenfeuchte auf ein günstiges Niveau erhöht, hieß es in dem USDA-Bericht, und die hohen Weizenpreise würden die Farmer dazu veranlassen, mehr Düngemittel zu verwenden. Die Weizenernte der USA sieht das Ministerium bei 56,3 Mio t und damit um 1,2 Mio t unter dem Vormonatswert. Der weltweite Handel mit Weizen sinkt mit der rückläufigen Erzeugung. So sind Australiens voraussichtliche Exporte um 4,5 Mio t auf 9,5 Mio t verringert worden. Die Exporte der USA hat das Ministerium auf 31,3 Mio t erhöht, während die EU-27 nun 500.000 t weniger und damit 10,0 Mio t Weizen exportieren soll. Die weltweiten Lagerbestände an Weizen im laufenden Wirtschaftsjahr sieht das USDA bei 107 Mio t, das sind 5,4 Mio t weniger als im Vormonat. Sollte diese Schätzung zutreffen, wären dies die die niedrigsten weltweiten Weizenbestände seit dem Wirtschaftsjahr 1975/76. Die Vorräte der EU-27 werden nun bei 10,9 Mio t gesehen.

Händler am Chicago Board of Trade (CBoT) schätzten den jüngsten USDA-Bericht als neutral für die Weizen-Futures ein.


Aktualisiert am: 07.11.2007 16:07
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