Weizenbestände sicher führen

Heuer sind die Voraussetzungen für eine gute Weizenernte gegeben. Mit der richtigen Düngestrategie lässt sich die Ernte auch praktisch einfahren.
Der bisherige Witterungsverlauf lässt eine gute Ernte erwarten.
Der bisherige Witterungsverlauf lässt eine gute Ernte erwarten.
Die Voraussetzungen für gute Erträge sind in diesem Jahr gegeben:
• Die frühzeitige bis Anfang Oktober aufgelaufenen Bestände haben sich nahezu optimal mit 3 - 4 Trieben/Pflanze entwickeln können. Die Belastungen mit Krankheiten und Schädlingen sind gering. Zu üppige Bestände sind selten.
• Die etwas später bestellten Weizenbestände konnten noch im Herbst vier Blätter bilden und mit der Bestockung beginnen.
• Die erst im November gesäten Weizen sind fast so gut entwickelt wie die Mitte bis Ende Oktober gesäten Bestände, die aufgrund des frühen ersten Wintereinbruchs um drei Wochen später aufgelaufen sind. Die Ausgangsbestände der späten Oktoberweizen sind häufig etwas zu dünn.
Alle Bestände haben - anders als im Vorjahr - ein recht gutes Wurzelwerk ausbilden können, mit dem sie die Wasservorräte und das Nährstoffangebot besser nutzen können. Die mineralischen N-Vorräte im Boden liegen auf einem recht hohen Niveau, insbesondere in viehhaltenden Betrieben.
Wo etwas mehr Regen gefallen ist, sind die N-Vorräte vor allem unterhalb der Krume und im Unterboden (bis 90 cm) deutlich höher. Diesen Stickstoff wird der Weizen in jedem Fall nutzen können, da aufgrund der sehr guten Bodenstruktur tiefgründige Böden gut durchwurzelt werden. Zusätzlich können wir in diesem Jahr eine hohe Mineralisation aus dem organisch gebundenen Stickstoff erwarten, vorausgesetzt, es steht genügend Feuchte zur Verfügung.

Autor:
Aktualisiert am: 10.03.2004 17:58
Landwirt.com Händler Landwirt.com User